Wernigerode l Der Vorsprung ist durch die Niederlage in Hamburg etwas geschrumpft.

Der TV Lilienthal, der vor wenigen Tagen aus personellen Gründen seinen Rückzug aus der höchsten deutschen Spielklasse vermeldet hat, sitzt den Roten Teufeln nun mit drei Punkten Rückstand gefährlich im Nacken. Der komfortable Vorsprung ist dahin und die kommenden Ligaspiele gegen Holzbüttgen, Lilienthal und Weißenfels werden damit zu einem Spiel mit dem Feuer.

Rehabilitierung im Heimspiel

Zum Glück konnten sich die Red Devils nach der Niederlage gegen Hamburg einen Tag später vor heimischer Kulisse mit einem schwer erkämpften 6:3-Erfolg gegen Schlusslicht Blau-Weiß 96 Schenefeld etwas rehabilitieren. Im Hinblick auf die Playoffs und das im März anstehende Pokal-„Final4“ in Leipzig muss die Formkurve in den nächsten Spielen deutlich nach oben gehen.

Das Hinspiel gegen Hamburg hatten die Red Devils noch mit 8:4 gewonnen, entsprechend motiviert gingen sie in dieses Duell. Den 0:1-Rückstand egalisierte Max Bandrock in der Schlussphase des ersten Drittels. Genau 27 Sekunden nach Wiederanpfiff schoss Samuli Granlund die Red Devils in Führung, Miro Kortelainen und Vojta Krupička legten zum 1:4 nach. Doch die Hanseaten meldeten sich prompt mit einem Doppelschlag zurück, dem Sebastian Mennigke vier Sekunden vor der Drittelpause den Treffer zum 3:5 folgen ließ.

Niederlage nach Verlängerung

Ein Überzahlspiel zu Beginn des letzten Drittels ließen die Wernigeröder ungenutzt. Dafür kamen die Hamburger immer besser ins Spiel und glichen bis zum Ende der regulären Spielzeit zum 5:5 aus. In der anschließenden Verlängerung knöpften die bissigen Piranhhas den Gästen mit dem entscheidenden Treffer druch Timo-Toumas Koivisto zum 6:5 gleich zwei Zähler ab.

Einen Tag später mussten die Red Devils vor heimischer Kulisse gegen Blau-Weiß 96 Schenefeld ran. Der 11:6-Sieg im Hinspiel ließ die Roten Teufel und knapp 220 Zuschauer beim „Tag der Fans“ optimistisch auf die Partie blicken. Samuli Grandlund schoss die Hausherren auch frühzeitig in Führung (5.), ein Eigentor verhalf den den Harzern Mitte des ersten Drittels zum 2:0. In Durchgang zwei legten erneut Samuli Granlund und Vojta Krupička zum 4:0 nach.

Devils mit Arbeitssieg

Als die Partie schon gelaufen schien, meldete sich Blau-Weiß Schenefeld zurück: Ein Doppelschlag führte binnen 23 Sekunden auf 4:2. Die Gastgeber ließen sich davon aber nicht beeindrucken, Samuli Granlund und Sebastian Mennigke sorgten mit ihren Toren für klare Verhältnisse. Knapp zehn Minuten vor Schluss verkürzten die Norddeutschen noch zum 3:6, die wichtigen drei weitere Punkte der Devils gerieten aber nicht mehr in Gefahr.

Im nächsten Spiel geht es am kommenden Sonnabend zur DJK Holzbüttgen. Zwar gingen Liga-Hinspiel (9:4) und das Pokal-Viertelfinale (12:2) vor zwei Wochen klar an die Red Devils, doch der Aufsteiger ließ am letzten Wochenende mit einem 11:9-Sieg gegen den bisher ungeschlagenen Serienmeister UHC Sparkasse Weißenfels aufhorchen.

Statistik

Red Devils: Brandt, Ecklebe - Bothe, Krupička, Ibold, Sunt, Bandrock, Mennigke, Isoksela, Selzer, Zilling, Hellmund, Granlund, Kastner, Kortelainen;

Torfolge (beim ETV Hamburg): 1:0 Hanno Hintze (6:39), 1:1 Max Bandrock (16:20), 1:2 Samuli Granlund (20:27), 1:3 Miro Kortelainen (25:41), 1:4 Vojta Krupicka (28:06), 2:4 Flemming Per Kühl (28:57), 3:4 Philipp Wilbrand (35:31), 3:5 Sebastian Mennigke (39:56), 4:5 Flemming Per Kühl (50:45), 5:5 Timur Durasi (57:16), 6:5 Timo-Toumas Koivisto (65:42);

Torfolge (gegen BW Schenefeld): 1:0 Samuli Granlund (4:10), 2:0 Eigentor (13:52), 3:0 Samuli Granlund (25:10), 4:0 Vojta Krupicka (36:45), 4:1 Lasse Schmidt (43:12), 4:2 Timo Rother (43:35), 5:2 Samuli Granlund (45:08), 6:2 Sebastian Mennigke (46:10), 6:3 Marius Schwartz (49:47).