Wernigerode l Die SG Wernigerode/Chemnitz steht damit im Achtelfinale des Deutschlandpokals. Im Kampf um den Einzug ins Viertelfinale empfängt die Spielgemeinschaft nun den TV Eiche Horn Bremen. Das Team der SG Wernigerode/Chemnitz löste in einem packenden Pokalkrimi Hannover das Ticket für die nächste Runde des Floorball Deutschlandpokals. Die Mannschaft bestehend aus den Red Devils Wernigerode und den Floor Fighters Chemnitz verbuchte in einem hart umkämpften Spiel einen 4:3-Sieg bei Hannover 96 Floorball

Hannover 96 unter Druck setzen

Als Halbfinalist der vorherigen Spielzeit wollte die SG Wernigerode/Chemnitz natürlich erfolgreich in die neue Pokalsaison starten, deshalb sollte das Gastgeber-Team von Anfang an unter Druck gesetzt werden.

Dieser Plan gelang nicht optimal. Hannover 96 ging nach knapp zwölf Minuten durch ein unglückliches Eigentor in Führung.

Von diesem Zeitpunkt an kontrollierten das Team der Wernigeröderinnen und Chemnitzerinnen zunehmend das Spiel, zahlreiche Chancen wurden allerdings nicht verwertet. Somit blieb es zur erste Pause bei der knappen 1:0-Führung für die Niedersachsen.

Hannover erhöht Führung

Bereits nach einigen Sekunden des zweiten Spielabschnitts erzielten die Hannoveranerinnen das 2:0. Doch kurz darauf ergab sich für die Spielgemeinschaft eine Überzahlsituation. Zwar gelang in dieser Phase kein Tor, doch nur einen kleinen Augenblick später erzielten Laura Matthes und zweimal Julia Diesener innerhalb von drei Minuten drei Tore und wendeten somit das Blatt zu Gunsten der SG Wernigerode/Chemnitz.

Die Hauptereignisse der Partie spielten sich im weiteren Verlauf überwiegend in der Hälfte der Gastgeberinnen von Hannover 96 ab. Diese ließen trotzdem nicht locker und glichen kurz vor Ende des zweiten Drittels, nachdem die SG Wernigerode/Chemnitz eine Zwei-Minuten-Strafe kassierte und in Unterzahl agieren musste, wieder zum 3:3 aus.

Mit diesem Zwischenstand ging es schließlich in den entscheidenden Teil des Spiels, der mit einem erneuten Überzahlspiel für die Spielgemeinschaft der Red Devils und Floor Fighters begann. Janika Willingmann netzte bei einer guten Gelegenheit im Tor der Gastgeberinnen ein und brachte ihr Team wieder in Führung.

Sieg über die Zeit gerettet

Für die Gäste ergaben sich im weiteren Verlauf zahlreiche gute Möglichkeiten, doch Hannovers Torhüterin schien nahezu unüberwindbar.

Die SG Wernigerode/Chemnitz brachte ihre 4:3-Führung letztendlich clever über die Zeit und bejubelte nach Spielschluss den Einzug ins Pokal-Achtelfinale. Die Freude darüber bestätigte auch U19-Nationalspielerin Julia Diesener: „Nach einigen Startschwierigkeiten haben wir es geschafft, ins Spiel zu finden und uns in der gegnerischen Hälfte so gut wie möglich festzusetzen. Unsere Chancenverwertung war jedoch sehr schwach, wodurch das Spiel durchgängig spannend blieb. Ich bin stolz darauf, dass wir das Spiel dennoch für uns entscheiden konnten und freue mich schon sehr auf das kommende Pokalspiel gegen Bremen.“

Zum Pokal-Achtelfinale emfängt die SG Wernigerode/Chemnitz am Wochenende 15./16. Dezember den TV Eiche Horn Bremen.

Statistik

SG Wernigerode/Chemnitz: Wagner, Ellenberg - P. Wolf, Franze, Missikewitsch, Zilling, Agouzoul, A. Wolf, Busse, Suske, Sommer, J. Diesener, Willingmann, Bothe, Matthes, Seifert, L. Diesener

Torfolge: 1:0 Eigentor (11:56), 2:0 Jessica Schulz (20:17), 2:1 Julia Diesener (27:33), 2:2 Laura Matthes (30:03), 2:3 Julia Diesener (30:56), 3:3 Jessica Schulz (37:46), 3:4 Janika Willingmann (47:14).