Wernigerode l In Leipzig traf sich die Elite der Finswimmer. 453 Sportler aus 21 Nationen gingen an den Start. Pauline Wesche, Jan Henrik Hass, Louis von Gynz Rekowski, Noah Dalichow, Nico Lissel, Malte Schüler und Dominique Mäter gingen mit großen Erwartungen und Spannung in die Wettkämpfe. Zuvor stand das erste Training und die erste Kontaktaufnahme mit den Sportlern aus der Ukraine, Russland, Frankreich, Finnland und den USA.

Sprinter starten als erstes

„Glückspilz“ des ersten Trainings war Jan Henrik Hass, dessen Wettkampfflosse noch vor dem ersten Start kaputt ging. Das hieß für den Trainer eine Nachtschicht einlegen und Flosse kleben. Die Wettbewerbe starteten mit einem feierlichen Einmarsch der Aktiven. Für die Wernigeröder Flossenschwimmer gingen die Sprinter als Erste an den Start und konnten gleich mit deutlich verbesserten Bestzeiten aufwarten.

Dominique Mäter sorgte mit einer starken Leistung über die 200 m FS, zum ersten Mal unter 1:40,00 min und damit ein beachtenswerter 16. Platz, für den ersten Paukenschlag. Sein zweiter Start bedeutete eine noch bessere Platzierung. Die 100 m Streckentauchen beendete er als 15.

Zweiter Tag erfolgreicher

Auf dieser Strecke wusste auch Louis von Gynz Rekowski zu überraschen. Mit einer neuen Bestzeit, deutlich unter 48 Sekunden, erschwamm er einen sehr guten 20. Platz. Der zweite Wettkampftag sollte aus Harzer Sicht noch erfolgreicher werden, standen doch die Lieblingsstrecken an.

Entsprechend groß waren die Erwartungen. Dennoch war eine gewisse Anspannung zu spüren. Diese entlud sich schließlich im Wettkampfbecken mit Bestzeiten, die zum Teil mehrere Sekunden unter den alten Bestmarken lagen. Spitzenreiter war hier Louis von Gynz Rekowski, der seine Bestzeit über die 400 m Finswimming um 17 Sekunden unterbot. Auch Noah Dalichow gelang es, seine Bestzeit über die 100 m FS weit nach unten zu drücken, so weit, dass er die angezeigte Zeit zunächst für einen Irrtum hielt.

Neue Bestwerte

Pauline Wesche, die durch eine lange Verletzungspause im letzten Jahr zurückgeworfen wurde, gelang es an alte Leistungen anzuknüpfen, sie wartete mit neuen Bestwerten auf. Malte Schüler, noch kurz vor dem Weltcup wegen einer Erkrankung pausierend, ließ sich von den überragenden Leistungen seiner Teamkameraden mitziehen und glänzte mit tollen Platzierungen und neuen Bestzeiten.

Nico Lissel reiste mit großen Erwartungen an. Er erkrankte jedoch im Verlauf, so dass er in seiner tollen Entwicklung einen kleinen Dämpfer hinnehmen musste.

Tolle Entwicklung von Hass

Eine tolle Entwicklung kann auch Jan Henrik Hass vorweisen. Für ihn hatte dieser Wettkampf einen besonderen Stellenwert, denn wegen seiner anstehenden Jugendweihe kann er an den, kurz auf den Weltcup folgenden, Deutschen Jugendmeisterschaften nicht teilnehmen. So genoss er den Wettkampf und die Stimmung in vollen Zügen. Auch ihm gelang es, trotz der Kalamität der gerissenen Flosse, in diesem Wettkampf mit neuen Bestzeiten zu glänzen.

„Ein begeisternder Wettkampf mit großartigen Leistungen ging für uns erfolgreich zu Ende“, resümierte die Mannschaftsleiterin und Vereinsvorsitzende Birgit Galler. Trainer Holger Dalichow blickte zudem hoffnungsvoll auf die Deutschen Jugendmeisterschaften an gleicher Stelle: „Leipzig scheint uns zu liegen. Bleiben alle gesund, können wir auf die ein oder andere Medaille hoffen.“