Wernigerode l So „heiß“ der FC Einheit im Vorfeld nach den Worten von Coach Marko Fiedler auf das erste Heimspiel nach der Winterpause war, so enttäuschend war die Vorstellung, die seine Mannen gerade in der ersten Halbzeit ablieferten.

Schon in der Anfangsphase hatten die zuvor sechsmal in Folge sieglosen Kelbraer (fünf Niederlagen, ein Unentschieden) eine erste Großchance, der Ball strich knapp am Pfosten vorbei (5.). Noch hochkarätiger war die nächste Möglichkeit, nach einem Handspiel zeigte Schiedsrichter Hannes Westphal auf den Elfmeterpunkt. Keeper André Helmstedt ahnte das richtige Eck und bewahrte seine Elf zunächst noch vor einem Rückstand (15.).

Zwei Minuten später war er dann machtlos, die komplette Abwehr machte in dieser Szene keine gute Figur. Kelbra konnte sich den Ball im Strafraum ungehindert zuspielen, Faridun Nazriev versenkte die Kugel unhaltbar zum 0:1 (17.). Auch danach war kein echtes Aufbäumen der Hasseröder zu erkennen, bei der einzigen Chance im ersten Abschnitt scheiterte Steven Rentz mit einer Direktabnahme nach Flanke von Maximilian Farwig an Gästekeeper Nicklas Koch.

Entsprechend bedient war das Trainergespann. „Ich war enttäuscht über die blutleere Vorstellung. Es war schon erschreckend, dass wir in einem ,Sechs-Punkte-Spiel‘ nicht den nötigen Kampf gezeigt haben und jegliche Körpersprache vermissen ließen“, kritisierte Co-Trainer Tino Leßmann.

Nach dem Seitenwechsel war zumindest das Bemühen zu erkennen, folgerichtig ergaben sich auch erste Chancen. Beim Kopfballtreffer von Nick Schmidt nach Rentz-Flanke signalisierte der Schieri-Assistent etwas umstritten Abseits (53.), Steven Rentz aus der Distanz (54.) und Maximilian Farwig aus Nahdistanz (69.) schossen über den Querbalken. Auch Verteidiger Alexander Kopp, mit seiner Routine noch einer der Besten im Team, scheiterte mit einem Kopfball (76.).

Als der Druck des FC Einheit etwas zunahm, führt eine Konter zum entscheidenden 0:2. Der gedankenschnellere Yuki Matsunaga eroberte sich den Ball im Mittefeld, den daraus resultierenden Konter schloss der eingewechselte Yurii Dimitriiev mit viel Tempo und Abgeklärtheit im Eins-gegen-Eins gegen André Helmstedt ab (81.). Es folgte eine letzte Kopfballchance für Nick Schmidt (88.), ehe der Einheit-Anhang enttäuscht den Heimweg antrat.

FC Einheit Wernigerode: Helmstedt - Galeza, Hess, Kopp, Stammer, Rentz, Wersig, Wipperling-Brendle (75. Dannhauer), Farwig, Rogacki (65. Blecker), N. Schmidt;

Torfolge: 0:1 Faridun Nazriev (17.), 0:2 Yurii Dimitriiev (81.); Schiedsrichter: Hannes Westphal (Tangermünde); Zuschauer: 135.