Ilsenburg l Die Harzderbys bleiben in der Fußball-Landesliga das Zuschauermagnet Nummer eins. Von Zahlen jenseits der 600 Zuschauer wie bei den letzten Duellen des FSV Grün-Weiß Ilsenburg gegen Einheit Wernigerode war das Eichholz im Sonntagspiel gegen den Blankenburger FV auch wegen der Witterung zwar weit entfernt, mit 243 Zuschauern registrierten die Ilsenburger aber dennoch eine neuen Liga­bestwert für diese Saison.

Sportlich gab es eigentlich nichts Neues, auch nach dem dritten Duell seit dem Wiederaufstieg des Blankenburger FV wartet der FSV weiter auf einen Sieg. „Die Enttäuschung sitzt tief. Trotz mahnender Worte was den Derbycharakter angeht, haben wir es nicht geschafft, dies auf den Platz zu bringen. Wobei es aus unserer Sicht gerade in der ersten Halbzeit grenzwertig war, wie der Gegner zur Sache gegangen ist. Ungeachtet dessen haben wir es beim Stand von 1:1 und Überzahl zur Pause nicht geschafft, das Spiel in der zweiten Halbzeit nach vorn zu tragen. Dazu haben wir zu viele Standardsituationen zugelassen und diese schlecht verteidigt“, bemängelte Ilsenburgs Co-Trainer Mike Stötzner.

Besser in der zweiten Halbzeit

Sein Gegenüber André Dzial lobte seine Elf in den höchsten Tönen. „Wir hatten einen klaren taktischen Plan, den Gegner durch Angriffspressing unter Druck zu setzen. Und den hat die Mannschaft hervorragend umgesetzt. Wir waren in der ersten Halbzeit auch spielerisch das bessere Team. Dass wir uns auch in Unterzahl nicht hinten reingestellt und selbst Akzente gesetzt haben, ist der tollen Moral und ungeheuren Laufleistung geschuldet“, resümierte der Blankenburger Trainer.

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Sein taktischer Schachzug, Doppeltorschütze Marcus Schwarzenberg diesmal im Sturm aufzubieten, war eher aus der Not geboren. „Martin Zobel hatte sich kurz vorher krank gemeldet, Sebastian Fabich fehlte verletzt. Da brauchten wir einen Spieler, der spielerische Akzente setzt und die Bälle festmacht. Dass der für ihn eingewechselte Martin Hillen, der die Woche wegen einer Grippe pausiert hatte, dann ebenfalls noch zwei Tore schießt, macht die Sache perfekt“, so André Dzial.