Blankenburg l Der Spitzenreiter der Landesklasse 3, der Blankenburger FV, hat im Harzkreis-Duell mit dem SV Eintracht Osterwieck die ersten Heimpunkte überhaupt abgeben müssen. Beide Teams trennten sich 1:1 (0:0).

Osterwieck hat Chance zur Führung

Die gut 80 Zuschauer im Sportforum sahen eine umkämpfte erste Halbzeit, in der beide Mannschaften ohne Risiko agierten. Die erste große Gelegenheit zur Führung hatten allerdings die Gäste aus der Ilsestadt. Valentin Schmidt tauchte frei vor BFV-Schlussmann Ben Hartmann auf, uneigennützig legte er allerdings auf Steve Elle, der jedoch eine deutlich schwierigere Abschlusschance hatte und den Keeper zu einer guten Parade zwang (22.).

Der zweite Abschnitt öffnete bei den spielstarken Gastgebern das Visier. Mit schnellen Kombinationen boten sich Lücken in der Osterwiecker Defensive, die aber vom Spitzenreiter nicht genutzt wurden. Wieder waren es allerdings die Gäste, die mehr Torgefahr ausstrahlten. Steve Elle fasste sich aus 18 Metern ein Herz und zwang Ben Hartmann erneut zu einer starken Parade (51.).

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Blankenburg macht das erste Tor

Nach einem öffnenden Pass auf die rechte Außenbahn zu Robert Matznick, brachte Maik Effler den Ball zum in der Mitte mitgeeilten Torjäger Sebastian Fabich, der aus kurzer Distanz keine Schwierigkeiten mehr hatte, die Führung für den Tabellenführer zu erzielen (60.). Es war der wohl schönste Angriff der Gastgeber im gesamten Spiel.

Mit dem eingewechselten Christopher Bätz kam neuer Schwung in die Partie der Gäste und es wurde auch prompt vor dem Blankenburger Tor wieder gefährlich. Einen langen Freistoß konnte der BFV-Schlussmann nur mit den Knien parieren und schoss dabei Matthias Hauch ans Knie. Pech für die Eintracht, dass der Ball Zentimeter am Tor vorbei ging.

In der 66. Minute folgte einer von zwei Aufregern der Partie. Philipp Zablinski rutschte in den eingewechselten Christopher Bätz – ohne zu zögern zeigte der Schiedsrichter auf den Punkt. Nach langer Diskussion zwischen dem Linienrichter und Philipp Zablinski wurde allerdings zu Ungunsten der Gäste auf Schiedsrichterball entschieden.

Strafstoß für Osterwieck

Wenige Minuten später ertönte wieder ein Pfiff nach einem regelkonformen Tackling im Strafraum, der zweite Aufreger dieser Begegnung. Ein Zugeständnis des Unparteiischen? Es roch ein wenig nach Konzession. Den Strafstoß verwandelte Kevin Hildach dann folgerichtig zum 1:1-Ausgleich (77.).

Beide Mannschaften wollten danach den Sieg, so blieben die letzten Minuten der Partie spannend bis zum Schlusspfiff. David Wagner hatte nach guter Vorarbeit von Christopher Bätz die Chance, die Führung für die Eintracht zu erzielen, wieder war es Ben Hartmann, der sein Team vor dem Rückstand bewahren konnte – die Nachschusschancen von Philipp Matzelt und Christopher Bätz wurden jeweils geblockt.

Insgesamt sahen die Zuschauer am Ende ein leistungsgerechtes Unentschieden, mit dem beide Teams leben können.

Torwart Ben Hartmann rettet den Zähler

André Dzial, Trainer des BFV, war nach Abpfiff auf Fehlersuche. „Man merkte, dass uns der Spielrhythmus fehlte. Vor allem im Passspiel agierten wir zu ungenau, so dass der Gegner immer wieder schnell umschalten konnte, hinter die Viererkette spielte, wo jedoch Ben Hartmann als spielender Torhüter viele Bälle abfing. Osterwieck war sehr präsent in den Zweikämpfen und ließ uns kaum Möglichkeiten zur Spielentwicklung. Nach der Pause waren wir bemüht, das Spiel in den Griff zu bekommen. Aber der Führungstreffer brachte keine Souveränität ins Spiel. Am Ende haben wir alles auf eine Karte gesetzt, wollten das harte, aber jederzeit faire Derby unbedingt gewinnen. Daraus resultierten Räume und Chancen für Osterwieck, die der überragende Ben Hartmann vereitelte und uns so den Punkt rettete.“

Fehlende Leidenschaft wollte er seiner Elf nicht absprechen. „Dass meine junge Mannschaft am Ende eines gerechten Unentschiedens enttäuscht in der Kabine saß, spricht für ihren Ehrgeiz und die Moral. Es zeigt uns aber auch, dass wir in den letzten Monaten mit unserem Fußball Maßstäbe gesetzt haben und in Zukunft nichts geschenkt bekommen und das wir als Team immer alles abrufen müssen, um den maximalen Erfolg einzufahren.“

Am Sonnabend trifft der Blankenburger FV auf den Oscherslebener SC, während Eintracht Osterwieck zu Hause den SV Seehausen begrüßt.