Wernigerode l Zu ungewohnter Anstoßzeit fand sich um 17 Uhr eine ordentliche Kulisse auf dem Kunstrasenplatz am Kohlgarten ein. In diesem Zusammehang geht ein Dankeschön des FC Einheit an Germania Wernigerode, die ihre Spielstätte zur Verfügung gestellt hatte. Der Besuch sollte sich für die 120 Zuschauer lohnen, sie bekamen vom Anpfiff weg ein temporeiches und intensiv geführtes Landesliga-Spiel zu sehen.

Gäste mit früher Führung

Dabei hätte der Start in die Partie für den FC Einheit kaum schlechter verlaufen können. Der Sekundenzeiger hatte noch keine Runde geschafft, als Matthias Härtl nach Zuspiel von Marc Burdack und einer Fehlerkette der Einheit-Abwehr frei vor dem Tor auftauchte und den Ball durch die Beine von Keeper Robert Schmidt zum frühen 1:0 versenkte. Dieser Treffer war der passende Weckruf für die Wernigeröder, die sich nach einem kurzen Schütteln auf machten, das Zepter in die Hand zu nehmen. Neuzugang Tino Semmer setzte immer wieder Akzente, auch die Eckbälle von Mateusz Rogacki sorgten immer wieder für Gefahr.

Die erste große Chance hatte dann auch Tino Semmer, der sich gegen vier Staßfurter durchsetzte und den Ball auf‘s lange, obere Eck schlenzte. Keeper Marcel Mähnert parierte stark (14.). Fünf Minuten später setzte Semmer seinen Sturmpartner Nick Schmidt mit tollem Pass in Szene, das Geburtstagskind umkurvte den Torwart und schob zum 1:1 ein.

Nach Ausgleich folgt stärkste Einheit-Phase

Danach folgten die besten Minuten der Gastgeber, die immer wieder gefährliche Angriffe starteten. So wurde ein Semmer-Schuss im letzten Moment zur Ecke abgelenkt (24.), Artur Galeza verzog nach einem Eckstoß knapp (29.) und Nick Schmidt zielte bei einer Direktabnahme über den Kasten (43.). Staßfurt hatte durch Stefan Stein eine gute Möglichkeit, Robert Schmidt konnte im letzten Moment klären (26.).

Die Halbzeitansprache von Einheit-Coach Alexander Kopp war kurz, er war mit dem Spiel seiner Mannschaft bis dato zufrieden. Die zweite Halbzeit war gerade sechs Minuten alt, als Mateusz Rogacki bei der nächsten guten Möglichkeit knapp verfehlte. Fast im Gegenzug hatte Marc Burdack die Gelegenheit zur erneuten Gästeführung, schoss nach Härtl-Zuspiel über die Latte. Drei Minten später zielten die Gäste genauer, Stefan Stein nutzte ein Abstimmungsproblem der Wernige­röder Abwehr, um einen Konter nach Burdack-Zuspiel eiskalt zu vollenden.

Auf der Gegenseite verzog Danny Wersig nach einem Eckball knapp, ehe ein Lapsus des Staßfurter Torwarts, übrigens ein gelernter Feldspieler, die Hasseröder zurück ins Spiel brachte. Nach einer Flanke von Mateusz Rogacki ließ Mähnert den Ball fallen, Nick Schmidt vollendete spektakulär per Fallrückzieher.

Danach zeigte sich Einheit zwar um das Siegtor bemüht, die besseren Chancen waren aber auf Seiten der Staßfurter. Zweimal lenkte Robert Schmidt den Ball nach einem Heber (70.) bzw. Kopfball (82.) von Matthias Härtl über die Latte. In der Schlussminute hatte der Einheit-Keeper Glück, als er einen Ball durch die Hände rutschen ließ, aber neben dem Tor stand. Die anschließende Ecke von Marc Burdack landete am Außenpfosten, kurz darauf pfiff der gute Referee Lukas Müller das hochklassige Spiel ab.

Statistik

FC Einheit Wernigerode: R. Schmidt - Galeza, Wandzik, Braitmaier, Günther (76. Binsker), Rogacki (67. Stammer), Wersig, Wipperling-Brendle, Dannhauer (55. Blecker), Semmer, N. Schmidt;

Torfolge: 0:1 Matthias Härtl (1.), 1:1 Nick Schmidt (19.), 1:2 Stefan Stein (59.), 2:2 Nick Schmidt (65.);

Schiedsrichter: Lukas Müller (Magdeburg);

Zuschauer: 120.