Wernigerode l Nach drei Auswärtsniederlagen in Serie unterlag der Aufsteiger auch dem HC Burgenland II in eigener Halle mit 22:27 (11:12).

Vor gut gefüllten Rängen in der Zindelhalle startete die HVW-Sieben seit langer Zeit mal wieder mit einer Führung. Bis zur zehnten Minuten lag die Heimelf mit 3:2 vorn, dann begann wieder die Misere. Ein ums andere Mal produzierten sie Fehlwürfe und technische Fehler. Die Gäste nahmen die Geschenke dankend an und übernahmen das Kommando. Mit der Einwechslung von Niclas Schulze lief es etwas besser, aber weiterhin wurden beste Möglichkeiten vergeben. Dazu kam in vielen Situationen auch die Unerfahrenheit des jungen Wernigeröder Teams.

Rückstand zur Halbzeit

Bis zum 8:8 (20.) wogte das Spiel hin und her, ehe den Gästen erneut zwei Treffer gelangen. HVW-Coach Ulli Meyer reagierte mit einer Auszeit, zu diesem Zeitpunkt waren schon 17 Fehler bzw. Fehlwürfe zu notieren. Nach Spielerwechseln fing sich die Mannschaft, lag aber zur Pause knapp mit 11:12 zurück. Auf den Rängen sorgte das Fehlerfestival für eine gedämpfte Stimmung.

Nach dem Wechsel bot sich den HVW-Anhängern das gleiche Bild. Schlimmer noch, in Überzahl mussten die Gastgeber ein 0:3-Lauf zum 11:15 hinnehmen (35.). In dieser Phase agierte das Heimteam kopflos viele Aktionen wurden überhastet abgeschlossen. Aus dem Spiel heraus gelang kaum etwas, Tore wurden nur durch Einzelaktionen und Strafwürfe erzielt. Durch die überdurchschnittlich hohe Fehlerquote und eine große Portion Pech bei Pfosten- und Lattentreffern enteilte der HC Burgenland II auf 14:20 (42.). Der Rückstand pegelte sich bei fünf Toren ein, ohne ernsthaft in Bedrängnis zu geraten machten die Gäste den 27:22-Sieg perfekt.

HVW mit vielen individuellen Fehlern

„Wir haben uns mal wieder selbst geschlagen. 44 Fehler und Fehlwürfe bedeutet, dass wir nicht einmal jeden zweiten Ball effektiv verwerten konnten. Es ist nicht nachzuvollziehen, warum es in dieser Saison eine so hohe Fehlerquote gibt. Es zieht sich wie ein roter Faden durch die bisherigen Partien. Aber wir hoffen, den Bock demnächst umstoßen zu können“, so ein geknickter Trainer Ulli Meyer nach der Partie.

Statistik

HV Wernigerode: Grawe, Stein - Tischer, Kaufmann (7), O. Christiansen (6), Conradi (2), N. Christiansen (3), Eilers (3), Richter, Schulze (1), Bomeier, König, Jahn, Günther;

Zeitstrafen: HV Wernigerode 4 - HC Burgenland II 5;

Siebenmeter: HV Wernigerode 5/5 - HC Burgenland II 2/1.