Rohrsheim l Während der Spitzenreiter sein Heimspiel wegen schlechter Platzverhältnisse absagen musste, landeten der TSV Zilly und Eintracht Osterwieck klare Siege. Der TSV Wasserleben verlor dagegen mit einer 0:4-Niederlage in Dingelstedt weiteren Boden zum Spitzen­trio, für die gastgebende Fortuna war es der erste „Dreier“ nach fünf sieglosen Spielen in Serie. Im Tabellenkeller erkämpfte Grün-Gelb Ströbeck in Stapelburg drei wichtige Punkte.

Germ. Rohrsheim - TSV Zilly 1:4

Die Zillyer erwischten einen Start nach Maß, ein 20-m-Schuss von Michael Hebestreit setzte etwas unglücklich für Rohrsheims Keeper Chris-Michael Sassenberg auf und es stand 0:1 (7.). Mit der Führung und den zuletzt starken Leistungen fühlten sich die Gäste scheinbar zu sicher. In der Folge bekamen die TSV-Spieler keinen Zugriff auf den Gegner, ließen die nötige Laufbereitschaft vermissen und leisteten sich viele Ballverluste. Rohrsheim war am Drücker, Timon Torbahn vergab die erste Großchance aus Nahdistanz. Kurz darauf fiel der verdiente Ausgleich, Torjäger Toni Torbahn hämmerte das Leder aus spitzem Winkel ins lange Eck. Bei einer weiteren Großchance bewahrte Gästekeeper Florian Feja seine Elf vor einem Rückstand, die Pause kam für Zilly genau zum richtigen Zeitpunkt.

Nach der Pause wie ausgewechselt

Nach deutlichen Worten von Trainer Olaf Hausmann spielte der Tabellenzweite wie ausgewechselt, knüpfte an die zuletzt überzeugenden Auftritte an. Der Gegner wurde früh gestört, zwangsläufig ergaben sich gute Möglichkeiten. Einen Freistoß von Daniel Harsdorf konnte Sassenberg noch abwehren, den Abpraller schon Jonas Grimm zum 1:2 über die Linie (66.). Mit dem direkt verwandelten Freistoß von Oliver Lindau war die Partie entschieden. Ein mustergültiger Tempogegenstoß sorgte kurz vor Schluss für den in Anbetracht der ersten Halbzeit etwas zu hoch ausgefallenen Sieg. Luca Niebel schloss nach schöner Kombination über Harsdorf und Felix Rönnecke überlegt ab.

Statistik

Torfolge: 0:1 Michael Hebestreit (7.), 1:1 Toni Torbahn (17.), 1:2 Jonas Grimm (66.), 1:3 Oliver Lindau (79.), 1:4 Luca Niebel (88.); Schiedsrichter: Carsten Gacksch (Aspenstedt); Zuschauer: 64.

E. Osterwieck II – SG Lüttgenrode 4:1

Vor einer stattlichen Kulisse begannen die bis auf die Langzeitverletzten in Bestbesetzung antretenden Lüttgenröder verheißungsvoll. Die SG kam auf schwer bespielbarem Geläuf in Schauen besser ins Spiel, die Osterwiecker Führung kam daher etwas überraschend. Gästekeeper Simon Heinemann machte beim 18-m-Schuss von Ole Hahmann nicht die beste Figur. Der Aufsteiger steckte den Rückstand gut weg, spielte weiter munter mit und erarbeite sich eigene Chancen. Osterwieck war über seine starken Außenspieler brandgefährlich, bis zur Pause gestaltete sich die Partie ausgeglichen. Verdientermaßen sorgte Frederik Falz per Kopf nach schön herausgespielter Aktion und Flanke von Christian Kienert für den Ausgleich (39.). Die Antwort der Eintracht-Reserve folgte postwendend, Robin Diefert versenkte mit dem Halbzeitpfiff einen strammen Schuss zum 2:1 im rechten Dreiangel.

Nach dem Seitenwechsel lief bei den Gästen kaum noch etwas zusammen, die Osterwiecker waren nun die klar bessere Mannschaft. Ein missglückter Klärungsversuch sorgte für die Vorentscheidung, Kevin Bomeier vollendete freistehend zum 3:1 (62.). Die Eintracht spielte geradlinig nach vorn und konnte kurz darauf nur durch ein Foul gestoppt werden, mit dem fälligen Elfmeter scheiterte Robin Diefert an Keeper Heinemann (65.). Der SG-Torwart verhinderte auch in der Folge bei zahlreichen guten Osterwiecker Chancen einen höheren Rückstand, erst in der Schlussphase setzten auch die Lüttgenröder wieder Offensivakzente. Der Schlusspunkt war aber der Eintracht vorbehalten, nach Querpass von Kevin Bomeier stellte Jan Blankenburg aus Nahdistanz den 4:1-Endstand her (90.+2).

Statistik

Torfolge: 1:0 Ole Hahmann (13.), 1:1 Frederik Falz (39.), 2:1 Robin Diefert (45.), 3:1 Kevin Bomeier (62.), 4:1 Jan Blankenburg (90.+2); Schiedsrichter: Michael Eitz (Danstedt); Zuschauer: 132; bes. Vorkommnisse: Robin Diefert (Eintracht Osterwieck II) scheitert mit Foulstrafstoß an Torwart Simon Heinemann (67.).

Fort. Dingelstedt – TSV Wasserleben 4:

 Nach fünf sieglosen Spielen in Folge belohnte sich die Fortuna diesmal für ihren Aufwand und baute ihre starke Heimbilanz auf vier Siege und zwei Unentschieden aus. „Wir haben auch in den letzten Wochen keinen schlechten Fußball gespielt, ein Manko war die Chancenverwertung. Aber das sind Rückschläge, die wir auf unserem Weg mit der jungen Mannschaft zu verkraften haben“, meinte Trainer Steffen Planitzer.

Seine Elf setzte den Gegner früh unter Druck und gestattete den Wasserlebern keinen kontrollierten Spielaufbau. Dies führte immer wieder zu Ballgewinnen, einen davon nutzte André Eggert zur frühen Führung (6.). Eine schöne Kombination über Eric Freise und Fabian Kühner auf der linken Angriffsseite, die auf Außen ebenso wie Niklas Hugler für viel Tempo sorgten, brachte das 2:0 (10.). Dingel­stedt ließ nicht nach und wurde nach 20 Minuten mit dem dritten Treffer belohnt, wieder hieß der Torschütze André Eggert. Wasserleben war bis zur Pause fast nur über Standardsituationen gefährlich.

Dies änderte sich nach Wiederanpfiff, die Gäste versuchten mehr Druck aufzubauen und probierten sich mehrfach aus der Distanz. Die Abwehr um Andy Sachs stand jedoch sicher, auch Keeper Hinrich Löhr war ein zuverlässiger Rückhalt. Mit zunehmender Spieldauer kontrollierte Dingelstedt das Geschehen, Oliver Franz setzte drei Minuten vor Ende mit einem abgefälschten Schuss den Schlusspunkt unter einen überzeugenden 4:0-Heimsieg.

Statistik

Torfolge: 1:0 André Eggert (6.), 2:0 Fabian Kühner (10.), 3:0 André Eggert (20.), 4:0 Oliver Franz (87.); Schiedsrichter: Holger Deutsch (Halberstadt); Zuschauer: 42.

Einheit Stapelburg – G-G Ströbeck 1:3

Die Gastgeber fanden überhaupt nicht ins Spiel, leisteten sich immer wieder Ballverluste, die zu Ströbecker Chancen führten. Die Gäste hatten durch Enrico Schmidke, Christian Knuth und Dominik Martin Schulze gute Gelegenheiten, waren aber im Abschluss entweder zu ungenau oder scheiterten am guten Stapelburger Keeper Andreas Wolff. Auch nach Wiederbeginn änderte sich zunächst wenig, einen Spielzug über die rechte Seite schloss Dominik Martin Schulze zur verdienten Ströbecker Führung ab (54.). Ab Mitte der zweiten Halbzeit spielten die Gastgeber in Unterzahl, Denis Oliver Brandt sah wegen Meckern die Gelb-Rote Karte (66.).

Trotzdem waren die Stapelburger nun besser im Spiel, nur drei Minuten später markierte Johannes Heiden mit einem platzierten Flachschuss aus 20 Metern ins lange Eck den Ausgleich. Beide Gegner waren nun auf Augenhöhe, Stapelburg hatte zwei hochkarätige Chancen zur Führung. Tobias Veckenstedt war frei vor dem Gästetor zu unentschlossen, Heiden verpasste einen Abpraller nach Schuss von Justin Sölle knapp. Das entscheidende Tor fiel in der 90. Minute auf der anderen Seite. Im Anschluss an einen bereits abgewehrten Eckball traf Dominik Martin Schulze den Ball nicht voll, dadurch senkte er sich unhaltbar ins lange Eck. Als Stapelburg vom Anstoß alles nach vorn warf, schlossen die Ströbecker einen Konter durch Christian Knuth zum 1:3-Endstand ab.

Statistik

Torfolge: 0:1 Dominik Martin Schulze (54.), 1:1 Johannes Heiden (69.), 1:2 Dominik Martin Schulze (90.), 1:3 Christian Knuth (90.+2); Schiedsrichter: Alexander Koch (Silstedt); Zuschauer: 37; bes. Vorkommnisse: Gelb-Rote Karte gegen Denis Oliver Brandt (Einheit Stapelburg, 66.).

TSV Berßel – RW Abbenrode 2:3

 Im ersten Abschnitt bekamen die Zuschauer ein Spiel auf ein Tor zu sehen. Abbenrode versäumte es jedoch, seine Vorteile in Tore umzumünzen. Viele Chancen blieben ungenutzt, die hochkarätigsten hatten Marco Meyer und Sebastian Keye. Letzterer schoss die Abbenröder nach knapp einer halben Stunde in Führung, die der Tabellenletzte nur fünf Minuten später durch Tim Honscha egalisierte.

Mit dem Pausenpfiff schoss Bruno Rennecke die Gäste wieder in Front. In der zweiten Halbzeit erwischten die Abbenröder einen Start nach Maß, mit dem 1:3 durch eine tolle Einzelleistung von Nils Maneke schien die Partie entschieden. Der Treffer gab jedoch nicht den erhofften Rückenwind, Abbenrode stellte das Fußballspielen komplett ein und ermöglichte dem TSV Berßel den Anschlusstreffer. Das Tabellenschlusslicht warf in der Schlussphase alles nach vorn, doch Abbenrode brachte den Sieg mit etwas Glück über die Zeit.

Statistik

Torfolge: 0:1 Sebastian Keye (28.), 1:1 Tim Honscha (33.), 1:2 Bruno Rennecke (45.), 1:3 Nils Maneke (49.), 2:3 Marcel Blizil (87.); Schiedsrichter: Jens Ebeling (Ilsenburg); Zuschauer: 37.