Heudeber l Der SC 1919 Heudeber ließ nicht locker beim Tauziehen um einen „Re-Start“ seiner traditionellen Wanderpokalserie und so bekam man endlich grünes Licht mit den Vorbereitungen beginnen zu können. Optimistische Informationen vom Gesundheitsamt des Landkreises machten die Festlegung von Terminen und die Einladungen an die Vereine möglich. Und so wurde am vergangenen Wochenende in Heudeber erstmals wieder – und das wohl im gesamten Landkreis – wettkampfmäßig dem runden Leder nachgejagt und das erfolgreich.

Rahmenbedingungen erschweren Organisation

Als für das Auftaktturnier, es war bereits die 28. Auflage für die F-Jugend, die Organisation abgeschlossen war, folgte ein neuer Rückschlag beziehungsweise ein Wermutstropfen. „Während in der neuen Coronaverfügung Feierlichkeiten von bis zu 1000 Menschen möglich sind, wurden sportliche Wettkämpfe auf 50 Aktive begrenzt. Acht gemeldete Mannschaften überschreiten aber diese Höchstzahl und so kam es zur nächsten Herausforderung für uns“, berichtete Reinhardt Wiedenbach vom Gastgeber. „Das Turnier teilen stand zur Diskussion. Wer kann wann? Die Lösung kam von den verständnisvollen Gästen, die Sportfreunde Ramme vom FC Einheit Wernigerode und Klare vom Oscherslebener SC zogen ihre Meldung zurück oder verzichteten auf ihre Teilnahme.“ Der Veranstalter war traurig über diese Entscheidung, bedankte sich bei beiden Vereinen trotzdem, denn sie half dem ganzen Konstrukt weiter und so konnte der „Re-Start" vollzogen werden.

Spiele sind umkämpft

Bei leichtem Regen, aber trotzdem besten Bedingungen, begannen fünf Teams ihren Neustart. Übrigens stellten am 11. März dieses Jahres die F-Jugendteams der JSG Vorharz und des VfB Germania Halberstadt mit einem Nachholpunktspiel den Spielbetrieb in beiden Vereinen ein. Dieser war etwas holprig, aber aus Sicht der Verantwortlichen und Fans erfolgreich und gelungen. Da der Pokalverteidiger Germania Halberstadt bereits mit dem neuen Stichtag antrat, waren die Domstädter aus Altersgründen bald raus aus dem Rennen um den Turniersieg. Der Terminplaner hatte ein gutes Händchen, denn zum Abschluss kam es zu zwei echten Endspielen, es ging um die Plätze vier und fünf, sowie um den Turniersieg.

Im Duell um Platz vier besiegte der Harsleber SV Germania die JSG Vorharz II glatt mit 3:0.

Spannung im Endspiel

Das Endspiel hatte es in sich. Während die Vorharzer einen Sieg benötigten und auch schon 3:1 führten, reichte Germania Wernigerode schon ein Unentschieden. Mit tollem Kampfgeist holten sie den Rückstand auf und bejubelten nach dem 3:3 den Gesamtsieg.

Nach zwei Erfolgen des 1. FC Wernigerode (1996 und 1997), gewann Germania zuletzt 2013 diese Trophäe. Mit dem deutlichen Sieg (neun Treffer) beim Torwandschießen machten die Schützlinge von Trainer Christian Dörge ihr erfolgreiches Abschneiden komplett.

Keine Probleme hatten die fehlerfrei leitenden Schiedsrichter Klaus-Dieter Kühne (Ilsenburg) und Franzisco Nippert (Heudeber). „Unser Dank geht auch an die Fans aller Teams, denn sie hielten die Vorgaben in hygienischer Hinsicht ohne zu murren ein. Unser Fazit: Das war ein durchaus gelungener Re-Start!", so Wiedenbach.

Abschlusstabelle

1. Germania Wernigerode 13:710

2. JSG Vorharz I 9:48

3. VfB Germania Halberstadt 7:37

4. Harsleber SV Germania 7:73

5. JSG Vorharz II 1:160