Wernigerode l Dank zweier später Toren von Lars Herlemann hat Germania Wernigerode das Harzderby in der Fußball-Landesklasse, Staffel 3, gegen Blau-Weiß Schwanebeck mit 3:2 (0:2) gewonnen.

Eigentlich hätte das Spiel bereits nach zehn Minuten eine Vorentscheidung zugunsten der Heimmannschaft bringen müssen, doch sowohl Sebastian Seil (2.) als auch Michael Preuß (10.) verstolperten frei vor Ersatzkeeper Erik Hagen zwei mehr als Hundertprozentige.

Schwanebeck führt zur Halbzeit

So kam es wie so oft im Fußball: Zur Halbzeit führten die stark ersatzgeschwächten Schwanebecker mit 2:0, ohne zuvor eine nennenswerte Chance zum Torerfolg verzeichnet zu haben. In der 37. Minute befördete Tim Hiersemann einen Freistoß von Gabriel Lorenz aus dem rechten Halbfeld am langen Pfosten zum 0:1 in die Maschen.

Nur drei Minuten später durfte Max Ulrich von der Mittellinie mit dem Ball unbehelligt bis zum Strafraum laufen und versenkte das Leder mit der Pike zum 0:2 ins Tor im Germania-Gehäuse. Nach dem furiosen Beginn der Heimelf hatten die Schwanebecker immer wieder geschickt das Tempo aus dem Spiel genommen und die Wernigeröder damit aus dem Rhythmus gebracht.

Germania Wernigerode trifft zum Anschluss

Nach dem Seitenwechsel sahen die Zuschauer einen mit mehr Biss auftretenden Gastgeber, dem gleich mit der ersten schönen Aktion der Anschlusstreffer gelang. Michael Preuß vollendete nach mustergültiger Vorarbeit von Steven Rentz überlegt zum 1:2 (50.). Die Reulecke-Elf blieb am Drücker, Schwanebeck kam im Verlauf des zweiten Spielabschnitts zu keiner einzigen zwingenden Torchance mehr.

Dass Lars Herlemann am Ende doch als Matchwinner dastehen durfte, lag an seinem unbändigen Willen. Zunächst scheiterte er nach Freistoß von Christopher Seil an Keeper Erik Hagen (70.), kurz darauf rutschte der Germania-Stürmer im Torraum freistehend aus. Der Schwanebecker Schlussmann hätte in dieser Szene wohl keine Abwehrchance gehabt.

Doch zur Freude der Germania traf Lars Herlemann dann doch noch zweimal ins Schwarze. Zehn Minuten vor Spielende war der Angreifer aus dem Gewühl heraus erfolgreich, eine Minute vor Ablauf der regulären Spielzeit erlöste er seinen Farben mit dem Siegtor. Nach Zuspiel von Marco Raue vollendete Lars Herlemann per „Kullerball“ an Hagen vorbei – irgendwie passend zum Spielverlauf.

Germania Wernigerode: Loehsner – S. Seil, Peszt, Golz (90.+2 Hesse), Willner, Rentz, Himburg (73. Badstübner), Raue, C. Seil, Preuß (90. Pfeiffer), Herlemann;

Blau-Weiß Schwanebeck: Hagen – Haase, Hiersemann, Lorenz, Breitenbach, Silverio, Rokitta, Bellan, Kraft, Kowalski (76. Scherlitz), Ulrich (86. Friedrich);

Torfolge: 0:1 Tim Hiersemann (37.), 0:2 Max Ulrich (40.), 1:2 Michael Preuß (50.), 2:2, 3:2 Lars Herlemann (80., 89.); Schiedsrichter: Silke Galetzka; Zuschauer: 82.