Wernigerode l Mit hängenden Köpfen haben die Spieler des FC Einheit Wernigerode nach 90 Minuten den Kunstrasen bei Germania Olvenstedt verlassen. Es gab eine 3:4-Niederlage in der 1. Pokalrunde des FSA. Dabei sahen die Hasseröder schon wie der sichere Sieger aus, denn eine 3:0-Führung wurde leichtfertig aus der Hand gegeben.

Die erste Chance hatte Christian Harenberg in der sechsten Minute. Sein Schuss ging aber über das Tor. Immer mehr nahmen die Mannen von Trainer Alex Kopp das Heft des Handelns in die Hand. Olvenstedt war in dieser Phase nur durch Standards präsent. So hatte Robert Schmidt keine Schwierigkeiten einen von Andreas Bode getretenen Freistoß zu entschärfen (9.). In der 14. Minute führte ein gut ausgeführter Angriff zum Erfolg. Neuzugang Rouven Blecker traf zum 0:1. Eine Minute später erhöhte Christoph Braitmaier auf 0:2. Er verwertete eine von Harenberg hereingebrachte Ecke. Danach kehrte etwas Ruhe ein und die Gastgeber befreiten sich vom Druck der Hasseröder, dabei wurden sie aber nicht wirklich gefährlich. Als wiederum Blecker auf 0:3 erhöhte (30.), schien die Partie gelaufen. Ein Trugschluss. In der 32. Minute folgte der Knacks im Spiel der Gäste. Bode konnte mit einem Freistoß aus gut 20 Metern das 1:3 erzielen. Der Ball wurde dabei unglücklich von der Mauer abgefälscht.

Nach dem Seitenwechsel sahen die Zuschauer ein komplett anderes Spiel. Die Germanen demonstrierten den unbedingten kämpferischen Willen, das Spiel zu drehen. Daniel Dinter hatte in der 53. Minute die Riesenchance zu verkürzen. Sein Schuss ging über das Tor. Einheit konnte sich nicht mehr so richtig von dem Druck befreien. Man vermisste auf Seiten der Gäste den kämpferischen Willen, die Führung zu verteidigen. Es gab zwar noch einige Möglichkeiten, diese wurden entweder leichtfertig vergeben oder man scheiterte am Keeper Manuel Herzog. Christian Loth auf Seiten der Gastgeber erzielte den Anschluss (70.). Sieben Minuten später folgte der Ausgleich. Nach einer Flanke von der rechten Seite köpfte Robert Puchowka ein. Jetzt wollten die Olvenstedter den Sieg und drückten weiter. Einheit hatte dem nichts mehr entgegenzusetzen. Konnte Keeper Schmidt in der 78. Minute noch zur Ecke klären, war er bei der folgenden Ecke machtlos. Loth traf per Kopf zum viel umjubelten Siegtreffer. Danach passierte nicht mehr viel auf dem Kunstrasen. Die Gastgeber hatten nach dem 0:3 das Spiel gedreht. Auf Seiten des FC Einheit war nur Fassungslosigkeit und Enttäuschung zu finden. Es kommt einige Arbeit auf die Trainer zu, das Erlebte aus den Köpfen zu bekommen.

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FC Einheit: Robert Schmidt - Günther, Fiege (83. Kleiner), Braitmaier, Blecker, Wipperling, Rogacki (73. Plantikow), Pätznik (83. Perplies), Leventyüz, Harenberg, Nick Schmidt

Torfolge: 0:1 Rouven Blecker (14.), 0:2 Christoph Braitmaier (15.), 0:3 Rouven Blecker (30.), 1:3 Andreas Bode (32.), 2:3 Christian Loth (70), 3:3 Robert Puchowka (77.), 4:3 Christian Loth (79.); Schiedsrichter: Benedict Ohrdorf. Zuschauer: 102.

Ilsenburg unterliegt daheim

Mit einem 1:4 gegen den Haldensleber SC hat sich Ilsenburg aus dem Wettbewerb verabschiedet. „Es war deutlich mehr drin. Insgesamt sind wir unter Wert geschlagen worden, denn über weite Strecken waren wir ebenbürtig“, fasste Teamleiter Jürgen Schröder zusammen.

Der HSC hatte den besseren Start, per Distanzschuss testeten Christopher Kessler und Pascal Hampel FSV-Keeper Artur Ceglarek (5.). Der erste Spielzug der Gastgeber folgte nach 18 Minuten, als Fabian Zeidler Tommy Berndt bediente. Florian Switala war aufmerksam. Den ersten Genickschlag kassierte der FSV nach elf Minuten, als der HSC aus Abseits verdächtiger Stellung durch Kessler traf. Das 0:2 folgte vom Elfmeterpunkt durch Benjamin Sacher (25.). Ein Kopfball von Konrad Babeczko landete am Gebälk. Der Gastgeber schien den Rückschlag nun gut verdaut zu haben. Der zweite Tiefschlag folgte jedoch prompt. Jozef Ulicny musste nach Rot vom Feld (31.). „Etwas zu hart diese Entscheidung“, so Schröder, „das war bitter für uns“. Bis zur Pause erreichte der FSV aber Gleichwertigkeit.

Nach der Halbzeit hatte Robin Gödeke die Riesenchance, wieder reagierte Switala gut (56.). Den Anschlusstreffer der Ilsenburger durch Marcel Reuß hatte Chris Heimlich eingeleitet. Kurz keimte da Hoffnung auf (59.), aber nach vier Minuten war das nichtig. Einen Eckball verwertete Marius Maiberg zum 1:3. Nun machten die Grün-Weißen auf, was folgte war ein offener Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten. Der HSC hatte dabei etliche Konter, verwandelte davon einen durch Kessler. Zeidler beendete mit seiner Doppelchance das Pokalmatch (86.).

Grün-Weiß Ilsenburg: Ceglarek - Enigk, Babeczko, Heimlich, Berndt, Maneke (46. Ankudowicz), Gödeke (78. Treziak), Bräunel, Zeidler, Reuß, Ulicny ;

Torfolge: 0:1 Christopher Kessler (11.), 0:2 Benjamin Sacher (25., Foulelfmeter), 1:2 Marcel Reuß (59.), 1:3 Marius Maiberg (63.), 1:4 Christopher Kessler (88.); Rot: Jozef Ulicny (31.)Schiedsrichter: Tim Kohnert; Zuschauer: 49.