Wernigerode l Nach beiderseitigem Abtasten in der Anfangsviertelstunde und verteilten Chancen brachten die darauf folgenden Minuten die Gastgeber schon auf die Siegerstraße. Für seinen blitzsauberen Hattrick benötigte Lars Herlemann gerade einmal vier Spielminuten. Nach herrlichem Flankenlauf von Steven Rentz brauchte er die Hereingabe nur über die Linie drücken (16.). Direkt nach Wiederanpfiff schloss er einen Konter mit strammen Schuss ins linke obere Eck ab (17.). Beim dritten Treffer half Lukas Pollok ein wenig mit, als er den Schuss unhaltbar abfälschte (20.). Mit diesem beruhigenden 3:0 im Rücken spielte Germania befreit auf, Langenstein hatte Mühe, das Spiel halbwegs zu ordnen.

Wernigerodes Steven Rentz blieb das Glück des Tüchtigen mit strammen Schuss über das Tor (30.) ebenso versagt, wie Marco Raue nur kurze Zeit später (35.). Fünf Minuten vor der Pause folgte ein weiterer Rückschlag für die Gäste, als Matthias Eheleben nach Rot vorzeitig zum Duschen geschickt wurde.

Germania zeigte weiter, dass es Lust aufs Toreschießen hatte. In der 44. Spielminute wurde der Ball im Gegenpressing erobert, Alex Himburg bediente Rentz auf rechts, der brachte eine flache, scharfe Hereingabe. Dieses Mal brauchte Michael Preuß nur den Fuß zum 4:0 hinhalten.

Herlemann trifft nach der Pause

Nach Wiederanpfiff waren die verunsicherten Langensteiner auf Schadensbegrenzung bedacht, doch diese hielt nur wenige Minuten. Quasi eine Kopie des ersten Treffers ließen Lars Herlemann und seine Mannschaftskameraden zum fünften Mal jubeln (51.). Dass es am Ende für die Krentz-Elf nicht noch schlimmer kam, war eher den Nachlässigkeiten der Germania als der Gegenwehr der Gäste zu verdanken.

Steven Rentz traf aus kurzer Distanz nur den Pfosten (55.), Sebastian Seil scheiterte freistehend mit einem Kopfball (68.), Marco Raues Freistoß konnte Daniel Robinson erst im Nachfassen auf der Linie festhalten (75.). Diesen Chancen stehen lediglich ein Verlegenheitsschuss von Sebastian Nowak (55.) und ein außerhalb des Strafraums von Marcus Loehsner vereitelter Konter über Max Staat (69.) gegenüber. Das war zu wenig, um der Germania an diesem Tag ernsthaft Paroli zu bieten oder Torgefahr auszustrahlen.

Ein Lob verdiente sich das Schiedsrichterkollektiv um Gerald Hentrich, das trotz des Platzverweises eine sehr faire Partie sicher und unaufmerksam leitete.