Gardelegen l Beim Aufsteiger SSV 80 Gardelegen, mit nunmehr fünf ungeschlagenen Spielen und drei Siegen in Folge das „Team der Stunde“, mussten sich die Hasseröder trotz der deutlich größeren Spielanteile geschlagen geben.

Momentan läuft es einfach beim SSV 80 Gardelegen. Gegen den FC Einheit, der sich als spielstarkes Team in der Altmark präsentierte, glänzten die Platzherren zwar nicht wie beim 7:0 im letzten Heimspiel gegen den Blankenburger FV mit zahlreichen Tormöglichkeiten oder begeisternden Kombinationsfußball, dafür lieferten sie vor allem eine taktische Glanzleistung ab. Hinzu kam, dass es der durchaus starken Einheit-Offensive nicht gelang, die Gardelegen Abwehr zu knacken.

Dabei sprachen die Personalsituationen in beiden Mannschaften im Vorfeld eher für die Harzer. Zwar musste der FC Einheit wie schon im Landespokal auf Danny Wersig und Leon Dannhauer verzichten, bei Gardelegen fehlten mit Leberecht, Steindorf, Bache, Berlin, Stottmeister, Mertens und Winkel gleich sieben Akteure. Die Bank der Gastgeber hatte somit Alt-Herren-Charakter.

Auch stürmender Keeper erfolglos

Dennoch begann die Begegnung ganz nach dem Geschmack des Gastgebers und neuen Tabellenzweiten. Nach einem Eckball war Marvin Bogdahn (12.) zur Stelle und schob zur 1:0-Führung ein. Und damit war praktisch die Geschichte der ersten Hälfte und auch die der zweiten – bis auf die Schlussminuten – erzählt. Beide Mannschaften geizten mit Torchancen. Während der SSV Gardelegen zumindest noch über Standards für etwas Gefahr sorgte, muss man die Gästechancen bis zur 90. Minute mit null beziffern.

Doch die Schlussphase hatte es dann in sich und entschädigte die über 150 Zuschauer etwas. In Minute 90 hatte Hannes Malek für die Gastgeber die Entscheidung auf dem Fuß, aber er verzog. Auf der anderen Seite hätte Marco Schönfeld (90.+1) fast den Ausgleich für die Harzer besorgt, als er bei einem Abwehrversuch an die Latte des eigenen Tores köpfte.

Wiederum nur eine Minute später parierte Marc Mette reaktionsschnell gegen Mateusz Rogacki (90.+2), ehe Gardelegens Michel Rosenberger aus knapp 40 Metern den Ball zum 2:0 ins leere Einheit-Tor beförderte, weil Keeper André Helmstedt längst schon als Stürmer Nummer vier agierte. Schiri Michael Müller pfiff die Begegnung nach diesem Treffer auch sofort ab, während der Torschütze immer noch unter einer riesigen Spielertraube begraben wurde.

FC Einheit Wernigerode: Helmstedt - Blecker (46. Binsker), Wandzik, Braitmaier, Günther (60. Heindorf), O. Schmidt, Wipperling, Harenberg, N. Schmidt, Riemann (64. Salinski), Rogacki;

Torfolge: 1:0 Marvin Bogdahn (15.), 2:0 Michel Rosenberger-Gädeke (90.); Schiedsrichter: Michael Müller (Stendal); Zuschauer: 168.