Blankenburg (fbo) l Acht höherklassige Vereine aus dem Harzkreis stellen sich der Wahl zum beliebtesten Club im Harz, dem Sieger winkt ein Spiel gegen den Drittligisten 1. FC Magdeburg. In diesen Tagen werden die Teams nacheinander vorgestellt, heute: der Blankenburger FV.

Auf eine sehr erfolgreiche und bewegte Vereinshistorie kann zweifelsfrei der Blankenburger FV zurückblicken. Als VfB im Mai 1921 gegründet gab es zu DDR-Zeiten als BSG Stahl die größten Erfolge. Der Fußball in der Blütenstadt war zunächst über viele Jahre drittklassig (Bezirksliga), ehe im für Fußballdeutschland so populären Jahr 1974 (Europapokalsieger FCM, Weltmeister Deutschland) der Aufstieg in die (zweite) DDR-Liga gelang.

Auf der anderen Seite verbindet beide Vereine die Nachwuchsarbeit. So delegiert der BFV regelmäßig talentierte Spieler an die Elbe. Prominentester davon ist wohl Markus Wuckel, der von 1985 an für den „Club“ spielte und dort zum vierfachen Nationalspieler reifte. „Es gab schon immer ein gutes Verhältnis auf Leistungsebene“, beschreibt Löffelmann, „vor zwei Jahren ist Erik Weinhauer nach Magdeburg gewechselt“, ergänzt er einen aktuellen „Fall“. Dem 14-Jährigen sollen derzeit Angebote aus Kaiserslautern, von Hertha BSC und Werder Bremen vorliegen. Nach dieser Saison verlassen mit Steven Raeck (er kam vom FC Einheit) und Eigengewächs Justin Kauka wiederum zwei Talente den Verein in Richtung Elbe.

Derzeit steht der BFV sportlich zwischen Gut und Böse, hat aber nach Uli Schulze mit Trainer Uwe Hain einen zweiten Europapokalsieger (1983 mit dem HSV) in seinen Reihen. „Zur Zeit sind die Rahmenbedingungen besser als das Team“, sagt Löffelmann, „wir arbeiten aber dran, wieder erfolgreicher zu sein“.

Das Spiel gegen den „Club“ wäre ein Highlight, deshalb ruft der Blankenburger FV alle Fans auf, über Coupons und im Internet unter http://bit.ly/ 1RddAa1 abzustimmen.