Ilsenburg l Während sich die Teams der Landesklasse und ein überwiegender Teil der Mannschaften auf Kreis­ebene bereits in die Winterpause verabschiedet haben, steht in der Fußball-Landesliga der erste Rückrunden-Spieltag auf dem Plan. Das Highlight aus Harzer Sicht ist zweifelsohne das Derby im Ilsenburger Eichholz.

In der Hinrunde bestritten der Blankenburger FV und FSV Grün-Weiß Ilsenburg vor über 300 Zuschauern das Auftaktspiel. Eine ähnliche Kulisse wird in Anbetracht des Wetters am Sonnabend ab 13 Uhr wohl kaum den Weg zum Rückspiel ins Eichholz finden. Wenngleich die Partie viel Brisanz verspricht, hat der FSV Ilsenburg doch noch eine Rechnung aus besagtem Hinrundenspiel offen.

BFV sorgte für Paukenschlag

Mit einem überraschenden 4:1-Erfolg hatte Aufsteiger Blankenburger FV für einen Paukenschlag gesorgt. Nach starkem Saisonbeginn, der den Blütenstädtern zwischenzeitlich den zweiten Tabellenplatz einbrachte, gab es zuletzt vier Niederlagen in Serie. Entgegengesetzt verläuft die Formkurve des FSV Grün-Weiß Ilsenburg, der zu Saisonbeginn viele Punkte liegen ließ. Mit drei Siegen aus den letzten vier Spielen zogen die Ilsestädter am BFV vorbei auf den siebten Tabellenplatz.

Vorfreude ist groß

„Das letzte Spiel des Jahres ein Derby, einen besseren Abschluss kann es eigentlich nicht geben. Wenn der Wettergott ein Fußballfreund ist. Da heißt es, nochmal alle Kräfte zu bündeln und die letzten Reserven anzuzapfen. Wir freuen uns drauf und wollen auch für unsere Fans das Ergebnis vom Hinspiel korrigieren“, so Jürgen Schröder, Mannschaftsleiter des FSV Ilsenburg. Aktuell ist der Platz zwar gut bespielbar, die angesagten Minusgrade in der Nacht zum Sonnabend könnten dem Derby, für das der FSV Ilsenburg bis auf die länger Verletzten Artur Ceglarek, Jack Schubert und Lars Herlemann alle Mann an Bord hat, einen Strich durch die Rechnung machen.

„Zwar konnten wir unsere spielerische Linie eigentlich immer auf den Platz bringen, waren aber vor dem Tor in keinster Weise effektiv und haben dadurch eine gewisse Negativserie hingelegt. Unser Gegner hat dagegen einen Lauf, den wir versuchen werden, mit einer sehr jungen Mannschaft zu stoppen“, blickt Trainer BFV-Trainer André Dzial auf die schwere Aufgabe im Eicholz voraus. „Eine sehr junge Mannschaft deshalb, weil wieder etliche Spieler wegen Sperren oder Verletzungen fehlen.

Leistungsträger fehlen

Neben den Langzeitverletzten müssen Maximilian Krumnow und Marcus Schwarzenberg ihre Gelb-Sperren absitzen, mit Sebastian Fabich fehlt ein weiterer Leistungsträger. Aus diesem Grund wird auch nicht das Spielerische im Mittelpunkt stehen, sondern Kampf, extreme Arbeit gegen den Ball und eine robuste Zweikampfführung. Ich denke nur so können wir in diesem Derby bestehen“, fordert André Dzial von seinen Schützlingen die Grundtugenden des Fußballs.

Für den FC Einheit Wernigerode geht es zum Auftakt der Rückrunde noch einmal in die Fremde, die Hasseröder werden vom TuS Schwarz-Weiß Bismark erwartet. Für die Mannen von Trainer Alexander Kopp lautet das Motto Wiedergutmachung, mit einem Sieg soll die enttäuschende Vorstellung bei der 0:4-Niederlage in Heyrothsberge vergessen gemacht werden. „Es sind in der Woche über Gespräche geführt worden, um für das letzte Spiel des Jahres noch einmal alles rauszukitzeln.

Wichtig ist es, mit einem positiven Ergebnis in die Winterpause zu gehen. Aber Vorsicht ist geboten. Bismark konnte in den letzten Spielen Punkte sammeln, der Abstand als Tabellen-14. zu den Nichtabstiegsplätzen beträgt nur noch einen Zähler. Sie werden die Punkte auf gar keinen Fall kampflos hergeben“, so Jens Strutz-Voigtländer, Mannschaftsleiter des FC Einheit Wernigerode. Personell kehrt der in der Vorwoche schmerzlich vermisste Danny Wersig wieder in das Team zurück.