Ilsenburg l . Nach sechs Punkten aus den letzten vier Begegnungen lebt der Traum vom Klassenerhalt wieder. Durch den 32:24-Erfolg gegen den LSV Klein Oschersleben, und der gleichzeitigen Niederlage des HV Lok Stendal gegen Solpke/Mieste, kommt es nun am letzten Spieltag in der heimischen Harzlandhalle zum „Finale“.

Gegen den LSV tat sich der HVI aber lange schwer. Die erste Halbzeit war geprägt von vielen Fehlwürfen, „wir waren da einfach nicht so präsent, haben die ersten 30 Minuten verschlafen“, fasste Co-Trainer Tobias Beck zusammen. Bis zum 8:8 war die Partie ausgeglichen, danach zog Klein Oschersleben davon, führte zur Pause mit 13:11 im Harz.

Es dauerte weitere knapp zehn Minuten, erst dann fing der HV Ilsenburg an, Handball zu spielen. „Es war viel Geduld notwendig“, blickte Trainer Andreas Simon zurück, „es war ein dickes Brett zu bohren, da wir einfach vorher zu viele Chancen liegen gelassen haben“. Dank einer kollektiven Leistungssteigerung egalisierten die Gastgeber zuerst den Vergleich, um peu á peu einen Vorsprung auszubauen. Beide Torhüter agierten gut, die Deckung war deutlich kompakter und im Angriff spielte der HVI mehrfach in 1-1-Situationen seine Schnelligkeit aus. So wurde am Ende ein ungefährdeter 32:24-Sieg eingefahren. Wermutstropfen war jedoch die Verletzung von Routinier Michael Gohlke (Muskelfaserriss), der im „Abstiegsendspiel“ darum sicher ausfällt.

Will der HVI die Klasse halten, muss gegen Stendal die 19:30-Niederlage aus dem Hinspiel revidiert werden, gleichzeitig ist man auch abhängig, welche Teams aus der Sachsen-Anhalt-Liga absteigen.

HV Ilsenburg: Pesenecker, Homann - Hain (1), Schneider (1), Bittner (2), Kunze (5/2), Brune (5), Kausch (2), Gohlke (6/2), Fahrtmann (4), Hoffmann (2), Czordas (1), Matthes (2)

Strafwürfe: HVI 4/4, LSV 5/4; 2min: HVI 3, LSV 4.