Wernigerode l Mit dem 33:22-Erfolg über die HG 85 Köthen II feierte das Team von Trainergespann Kaufmann/Meyer bereits seinen vierten Sieg im fünften Rückrundenspiel.

Wieder stand für die HVW-Sieben ein Heimspiel auf dem Spielplan, die Reserve des Oberligisten HG 85 Köthen war in der Sporthalle „Unter den Zindeln“ zu Gast. Das Spiel in der Bachstadt hatten die Harzer nach schwacher Schlussphase mit 26:28 verloren, wie schon in den letzten zwei Partien wollten sich die Wernigeröder für die Niederlage im Hinspiel revanchieren.

Anfangsphase mit Schwierigkeiten

Die Anfangsphase stand für die Hausherren unter keinem guten Stern. Die Abwehr stand recht solide, aber in der Offensive blieben zu viele Chancen ungenutzt. Allein vier Strafwürfe wurden in den ersten 20 Minuten nicht verwandelt, dazu kamen noch zwei Aluminiumtreffer. So konnte Köthen die Begegnung bis zu diesem Zeitpunkt offen gestalten. Einen 6:8-Rückstand egalisierten die Hausherren, Gästecoach Schmidt reagierte mit seiner ersten Auszeit (22.).

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Zwar gingen die Gäste wieder mit 9:8 in Führung, aber danach kam der HVW-Express richtig ins Rollen. Starke Leistungen vom Keeper Michael Grawe und eine gute Abwehrarbeit waren der Schlüssel zum Erfolg. Ein 8:1-Lauf brachte eine 16:10-Halbzeitführung und zufriedene Gesichter auf den gut gefüllten Zuschauerrängen.

Direkt nach dem Wechsel leisteten sich die Gastgeber eine kurze Schwächephase, Fehler im Spielaufbau luden die HG-Reserve zu Kontertoren ein. Der Vorsprung schmolz auf 16:13. In der Folge fingen sich die HVW-Spieler aber wieder und Köthen kam nur mühsam zu Toren. Mit zwei verwandelten Siebenmetern wurde der Anschluss zum 19:16 gewahrt, ab diesem Zeitpunkt übernahmen die Hausherren wieder das Kommando. Vor allem Noah Balint zeigte sich nach seiner Einwechslung treffsicher. Innerhalb der nächsten Viertelstunde wurde die Führung auf 30:18 ausgebaut (51.).

HVW-Abwehrachse arbeitet gut zusammen

Wieder war es die Kombination effektiver Abwehrarbeit und guter Torwartleistung, die den Gästen kein Raum zum Atmen gab. Die Abwehrachse um Niclas Schulze, Noah Balint und die Christiansen-Brüder Ole und Nils arbeitete gut zusammen und blockte viele Würfe ab. Auch die Abschlussquote stieg deutlich. So wechselten die HVW Trainer in der Schlussphase munter durch, ohne beim 33:22-Endstand groß an Vosprung einzubüßen.

HVW-Trainer Kaufmann zufrieden

Entsprechend zufrieden zeigte sich HVW-Coach Jens Kaufmann nach der Partie: „Das war wieder eine gute Leistung der Mannschaft. Sicher die vergebenen Siebenmeter tun schon weh, sonst wäre es viel früher schon deutlich geworden, aber mein Team ist gewachsen in den letzten Begegnungen und kann mit solchen Rückschlägen jetzt besser umgehen. Ein besonderes Lob muss ich der Abwehrarbeit und Torwart Michael Grawe aussprechen. Es ist schon gut anzusehen, wie sich die Jungs da reinhängen. Köthen war jetzt der dritte Gegner, gegen den wir in der Hinrunde verloren und nun in eigener Halle deutlich besiegt haben. Das zeigt, wie toll die Entwicklung der Jungs ist. Jetzt kommt mit Spitzenreioter HSG Wolfen sicher eine noch stärkere Mannschaft in die Zindelhalle, aber wir wollen auch dieses Spiel mit dem Rückenwind der gezeigten Leistungen gewinnen“.

Statistik

HV Wernigerode: Grawe, Stein - Balint (6), Tischer (8), O. Christiansen (2), Conradi (6), N. Christiansen, Eilers (7), Schulze (1), Jahn(3), Richter, Günter;

Zeitstrafen: HV Wernigerode 2 - HG Köthen II 7;

Siebenmeter: HV Wernigerode 9/5 - HG Köthen II 4/3.