Blankenburg l Zum 6. Blankenburger Handball-Marathon, der wieder ein voller Erfolg war, hatte die SG Stahl in das örtliche Sportforum eingeladen.

Elf Stunden Sport und Kultur

Als die letzten Zuschauer das alt ehrwürdige Sportforum verließen und die Organisatoren mit zufriedenen Gesichtern erschöpft auf die Bänke sanken, lagen elf Stunden Sport und Kultur pur hinter den Handballbegeisterten der Region.

Die Blankenburger Handballer hatten ein buntes Programm unter dem Motto „10 Jahre Handball Marathon – kein Ende in Sicht“ zusammengestellt. Neben den sportlichen Highlights gab es zahlreiche gute Gespräche, Anregungen und Hinweise, alte Freundschaften wurden vertieft und auch vieles Neues.

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Turnier der Mini's fällt aus

Den Anfang machten die Kleinsten im Verein. Die Mini`s wollten sich im Wettkampf mit gleichaltrigen messen, doch kurzfristige Absagen zwangen zur Umplanung. Eine knackige Trainingseinheit begeisterte nicht nur die Kinder, auch die zahlreichen Eltern auf der Tribüne staunten nicht schlecht über die Fortschritte ihrer Kids.

Danach waren die Kindergärten der Stadt zu Gast im Sportforum. Durch die Initiative einiger engagierten Eltern und Betreuer, sowie der Übungsleiter Malter und Gebhardt wetteiferten die Kinder der Kita vom Bergeshang und Regenstein sowie die Minis um Punkte und gute Ergebnisse.

Das Sportforum drohte aus den Nähten zu platzen. Spätestens hier, wurde wieder der Ruf nach einer neuen Sportstätte laut.

HT 1861 Halberstadt gewinnt

Beim Männerturnier setzte sich mit dem HT 1861 Halberstadt der Favorit durch, gefolgt vom Verbandsliga-Aufsteiger HV Wernigerode, den punktgleichen Gastgebern und dem Team aus Naunhof.

In den Spielen hatten nicht alle Akteure ihre Nerven im Griff. Die Schiedsrichter griffen aber entsprechend hart durch.

Viele Emotionen

Im sportlichen Wettstreit der A- und B-Jugendmannschaften sahen die Zuschauer ansprechenden Handball. Gegner war jeweils der Quedlinburger SV. Viele Emotionen waren im Spiel, als der Papa des verunglückten Pascal Baczynski zum Siebenmeter antrat oder sich die Spieler bei ihren langjährigen Übungsleitern Malter, Gebhardt und Magonyi bedankten. Auch auf Seiten des QSV kam Wehmut auf, als Marco Frye nach seinem letzten Spiel als Übungsleiter vom Platz ging.

Die Urgesteine (Altherren) des Vereins, verstärkt durch einige „Junge Wilde“, hatten sich den Karnevalsverein als Gegner ausgesucht.

Handballer setzen sich durch

Beide Vereine verbindet seit Jahren eine enge Freundschaft. Auch sportlich hielten die Narren und Närrinnen sehr gut mit. Erst kurz vor Schluss gelang es den Handballern sich durchzusetzen.

Höhepunkt des Tages sollten die Turniere der D- und E-Jugend werden. Über die gesamte Saison hatten diese Mannschaften die meisten Zuschauer. Sportlich ließen sich die Gäste aus Wernigerode im E-Jugend-Turnier den Sieg nicht nehmen, der Gastgeber folgte auf den Plätzen.

Blankenburger auf Platz zwei

Das D-Jugend-Turnier ging an den HT 1861 Halberstadt. Auch hier folgten die Blankenburger auf Platz zwei. Den jungen Spielern aller Mannschaften war die Aufregung deutlich anzusehen, die späte Anwurfzeit und die volle Aufmerksamkeit der Halle ließen bei einigen schon das Händchen etwas wackeln.

Beide Mannschaften hatten sich auf Grund der starken Leistungen in der Saison diese Aufmerksamkeit mehr als verdient.

Abgerundet wurde der Tag durch die Unterstützung der Schülerfirma des GAT`s, die im Zusammenspiel mit der Gaststätte im Sportforum für die gastronomische Versorgung zuständig war. Das die Kombination aus Sport und Kultur sehr gut zusammenpasst, durften die Zuschauer bei den Auftritten der Dixieland Band des GAT`s und von Geiger Rex Brandenburg erleben.

Neuauflage in 2019

Alle Beteiligten waren sich einig, eine Neuauflage soll auf jeden Fall stattfinden, denn diese Veranstaltung ist eine positive Werbung für den Handballsport der gesamten Region und die Stadt Blankenburg.

Das Organisationsteam um Axel Fickenwirth und die vielen fleißigen Mithelfer möchten sich recht herzlich für die großzügige Unterstützung der vielen Sponsoren, der Stadt Blankenburg, insbesondere dem TEB, sowie allen Mitgliedern der Abteilung Handball, bedanken.

„Nur durch diese nun schon über Jahre gewachsene Intensive Zusammenarbeit ist ein solches Event möglich und es zeigt, wie viel Potential in der Stadt steckt und wie viele Sportbegeisterte es gibt, die auch bereit sind, erfolgreiche Projekte zu unterstützen“, erklärte Axel Fickenwirth vom Organisationsteam.