Ilsenburg l Der SV 07 Apollensdorf reiste nach starker Aufstiegssaison als Tabellenfünfter an, beim HV Ilsenburg gab es bereits vor Spielbeginn den ersten Rückschlag. Mario Dallmann musste kurzfristig wegen Krankheit absagen, damit fehlte dem Trainergespann Norman Müller/Christian Goedecke vor allem in der Abwehr ein wichtiger Baustein.

Dies wirkte sich auch auf das Spiel aus, die Ilsenburger fanden in der Defensive zu keiner Phase den nötigen Zugriff auf das gegnerische Angriffsspiel. Zwar starteten die Hausherren mit einer 3:1-Führung hervorragend, umso stärker ließen sie in der Folge nach. Mit fünf Toren in Folge wandelte der SV Apollensdorf den Rückstand in einen 6:3-Vorsprung (10.) um. Im weiteren Verlauf zogen die Gäste auf 6:10 (17.) und 11:16 (24.) davon. Zu leicht kam der Gegner durch einfache Kreuzbewegungen immer wieder zum Abschluss, auch ein sehr guter Torwart Dirk Gelinski konnte den Rückstand trotz zahlreicher starker Paraden nicht verhindern.

Defensive verbessert sich langsam

Erst nach der Umstellung auf eine offensivere 5:1-Abwehrformation mit einer Manndeckung gegen Jannik Beese lief es in der Defensive bei den Ilsenburgern etwas besser. In der stärksten Phase kämpften sich die Hausherren mit drei Toren in Folge auf 14:16 heran und hatten kurz vor der Pause sogar die Chance zum Anschlusstreffer, ließen diese jedoch ungenutzt. „Statt auf ein Tor zu verkürzen, zieht Apollensdorf mit dem letzten Treffer vor der Pause wieder auf drei Tore davon. Das hätte der Mannschaft vielleicht nochmal einen Schub gegeben“, schildert HVI-Coach Christian Goedecke die Schlussphase der ersten Halbzeit, in der Apollensdorf per Siebenmeter zum 14:17-Pausenstand traf.

In den ersten fünf Minuten nach Wiederanpfiff hielten die Ilsenburger das Spiel bei einem 17:19-Rückstand offen, ehe die Gäste mit einem 6:1-Lauf schon vorentscheidend auf 20:25 davonzogen (43.). Auch die in den letzten Spielen erfolgreich praktizierte Umstellung auf zwei Kreisspieler brachte nicht die erhoffte Wirkung. Die Ilsenburger fanden keine Mittel, um den Gegner noch einmal in Bedrängnis zu bringen.

Hoffnung verflog schnell

Ein Lichtblick im Angriffsspiel war Eric Brune, der selbst erfolgreiche Abschlüsse hatte und auch Kreisspieler Sebastian Kausch immer wieder mit guten Anspielen in Szene setzte. Der Rückstand konnte vom HVI aber nur geringfügig verkürzt werden. Fünf Minuten vor Schluss keimte beim Stand von 27:30 kurzzeitig noch einmal Hoffnung auf, diese war nach zwei Gegentoren in Folge aber schnell verflogen. Mit einem souveränen 34:28-Sieg trat er SV Apollensdorf die Heimreise an.

„Wir haben uns heute wieder selbst geschlagen. Obwohl der Gegner kein übermäßig gutes Spiel abgeliefert hat, hat es nicht gereicht. Die Möglichkeit war da, in Normalform hätten wir das Spiel gewinnen können“, blickte Christian Goedecke auf das enttäuschende Spiel zurück. „17 Gegentore in beiden Halbzeiten sind einfach zu viel, dazu kam in einigen Phasen noch die Abschlusschwäche“, analysierte der Trainer. Nun gilt es die liegen gelassenen Punkte beim SV Anhalt Bernburg II einzufahren, um Konkurrent Blau-Rot Coswig in den verbleibenden Spielen noch auf den letzten Platz zu verdrängen.

Statistik

HV Ilsenburg: Hohmann, Gelinski - Gohlke (4/2), Kunze (3), Oppermann (6), Hoppe (1), Kausch (8), Ebeling (1), Brune (5), Rasch, Habel, Kortegast, Müller;

Zeitstrafen: HV Ilsenburg 5 - SV Apollensdorf 3; Siebenmeter: HV Ilsenburg 3/2 - SV Apollensdorf 2/2.