Wernigerode l  Mit einem 32:30-Heimerfolg über den Weißenfelser HV 91 blieb das Team von Trainergespann Jens Kaufmann/Uli Meyer auf Tuchfühlung zum oberen Tabellendrittel.

Der Gegner aus dem Süden Sachsen-Anhalts war als Drittletzter der Tabelle in der Außenseiterrolle, hatte aber schon ein Spiel nach der Winterpause absolviert. Der Ausfall von Niklas Schulze, Norman Hoffmann und Max Bomeier machte die Aufgabe für den HVW nicht leichter.

Führung zur Pause

In einer wiederum gut gefüllten Zindelhalle waren die ersten Minuten von Fehlern auf beiden Seiten geprägt. Die Christiansen-Brüder sorgten aber für eine 2:0-Führung der Gastgeber. Danach drückte HVW-Spielmacher Tom Kaufmann dem Spiel seinen Stempel auf, er lenkte das Match der Hausherren und glänzte auch als Torschütze. Trotzdem ließen sich die Weißenfelser nicht abschütteln. In der 17. Minute stand eine knappe 7:6-Führung für die Hausherren an der Anzeigetafel. Die Gastgeber bestimmten zwar das Spiel, versäumten es aber eine höhere Führung herauszuwerfen. Immer wieder wurden beste Chancen ausgelassen und so blieben die Gäste auf Schlagdistanz. Beim Stand von 15:13 wurden die Seiten getauscht.

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Die Zuschauer waren sich beim Pausengespräch einig: Gefühlt hatten ihre Jungs das Match im Griff, aber die mangelnde Wurfquote spielte dem Gegner in die Karten. Auch den guten Paraden von Torwart Michael Grawe war es zu verdanken, dass die Wernigeröder zur Pause in Führung lagen.

Turbulente Schlussphase

Auch nach dem Wechsel besserte sich die Chancenverwertung kaum. Bis zur 38. Minute blieb es beim Zwei-Tore-Vorsprung (21:19), die folgenden zehn Minuten waren die stärksten der Gäste. Weißenfels nutzte die weiterhin hohe Fehlerquote des HVW und ging selbst in der 47. Minute mit 24:25 in Front. Eine Auszeit brachte die Wernige­röder wieder besser in die Spur. Mit einem 4:1-Lauf gingen die Harzer wieder mit 28:26 in Führung, obendrein kassierten die Gäste zwei Zeitstrafen.

In den letzten zehn Minuten wogte die Begegnung wieder hin und her, geprägt von vielen Fehlwürfen auf beiden Seiten. Beim Stand von 32:28 war die Partie entschieden, mit den letzten beiden Treffern der Partie gelang den Weißenfelsern nur noch Ergebniskosmetik.

Trainer mit Auftritt zufrieden

„Nach der vierwöchigen Spielpause und den drei Ausfällen bin ich mit dem Spiel im Großen und Ganzen zufrieden. Wir hatten das Spiel gefühlt immer im Griff, auch wenn es die Zwischenstände an der Anzeigetafel nicht widergespiegelt haben. Wenn wir schnell und mit Druck und Zug zum Tor gespielt haben, war alles gut. Technische Fehler, unsere Abschlussschwäche und Abstimmungsschwierigkeiten in der Deckung haben uns aber wieder in Zugzwang gebracht. Daran müssen wir weiter arbeiten, um uns weiter nach vorn in der Tabelle zu kämpfen“, zog Trainer Jens Kaufmann alles in allem ein positives Fazit.

Statistik

HV Wernigerode: Grawe, Konstabel, Reuter - Tischer (4), Kaufmann (9/2), Hanke (6), O. Christiansen (1), Conradi (5/1), N. Christiansen(3), Eilers (4), König, Hase, Jahn;

Zeitstrafen: HV Wernigerode 2 - Weißenfelser HV 6;

Siebenmeter: HV Wernigerode 4/3 - Weißenfelser HV 6/6.