Wernigerode l Am Ende behielten die Hausherren mit 33:32 die Oberhand und verdrängten die Harzer vom zweiten Tabellenplatz.  HVW-Trainer Jens Kaufmann erwartete im Duell der zuvor punktgleichen Tabellennachbarn ein schweres Spiel für sein Team – und dies sollte sich bewahrheiten. Die Wernigeröder mussten mit Niklas Schulze und Maximilian Richter zwei wichtige Spieler ersetzen, dies machte sich vor allem in der Abwehrarbeit bemerkbar.

Von Beginn an fehlten bei den Gästen die letzte Konsequenz im Spiel. Dies äußerte sich durch fehlende Aggressivität in der Abwehr und vielen Fehlern der Offensive. Fehlpässe, Fangfehler und Fehlwürfe spielten den Zerbstern in die Karten. Vor allem Sebastian Daudert bereitete den Wernigerödern große Probleme, bereits zur Pause hatte der Toptorschütze der Zerbster acht Teffer auf seinem Konto. Immer wieder konnte er sich durchsetzen, die zu passive Abwehr der Wernigeröder ermöglichte ihm zu viele Würfe aus der Nahdistanz. Bis zum Spielende baute Daudert sein Torekonto trotz zeitweiliger Manndeckung auf 16 Treffer aus.

Führung wechselt langezeit

Trotz der ungewohnt schwachen Defensivleistung blieben die HVW-Mannen im Spiel. Die Führung wechselte hin und her. In der elften Minute führte Zerbst mit 7:4, elf Minuten später lagen die Harzer 14:12 in Front. Zu diesem Zeitpunkt wurden auf Seiten der Gäste schon beste Möglichkeiten vergeben und so kamen die Zerbster zurück. Mit dem Pausenpfiff warf Daudert die Hausherren per Siebenmeter mit 18:17 in Führung.

Partie ist ausgeglichen

Auch nach dem Seitenwechsel wogten Partie und Führung hin und her, ehe sich die Hausherren in der 44. Minute auf 27:24 absetzen konnten. Eine Strafzeit gegen Sebastzian Daudert nutzten die Spieler aus der Bunten Stadt, um binnen zwei Minuten zum 27:27 ausgleichen. Kurze Zeit später lagen die Gäste sogar mit 29:28 in Front (49.).

Zerbster nervenstärker

Das Match wurde jetzt hektischer, viele Unterbrechungen und Fehler auf beiden Seiten stoppten den Spielfluss. Die Zerbster kamen damit besser zurecht und konnten bis knapp drei Minuten vor dem Ende auf 33:30 davon ziehen. Der Kaufmann-Sieben gelang in dieser entscheiden Phase nur ein Treffer in neun Minuten, was sich als spielentscheidend erwies. Viele Abschlüsse wurden da zu überhastet gesucht und so somit der Gegner stark gemacht. Die Heimmannschaft warf zu diesem Zeitpunkt alles in die Waagschale und kämpfte das jungen Harzer Team nieder. Zwar gelang noch durch zwei Treffer von Norman Hoffmann noch der Anschluss zum 33:32, aber Zerbst brachte den Vorsprung über die Zeit.

Fazit der Partie: Die „jungen Wilden“ auf Seiten der Wernigeröder sind an sich selbst gescheitert. 26 technische Fehler und Fehlwürfe sprechen da eine deutliche Sprache. Die Partie hat gezeigt, dass das Team auch ein schweres Auswärtsspiel gut bestehen kann, letztlich aber die vielen eigenen Fehler minimieren muss. Auch wenn diese Niederlage schmerzlich ist, die Mannschaft scheint auf einem guten Weg. Allerdings müssen für den Erfolg alle Spieler mit der nötigen Konzentration zu Werke gehen, wenn die Wernigeröder im oberen Tabellenbereich mitspielen wollen.

Statistik

HV Wernigerode: Grawe, Kontabel - Hanke (5), Kaufmann (10/4), O. Christiansen (4), Conradi (5), Eilers (4), N. Christiansen (2), Bomeier, Hoffmann(2), Tischer, Jahn;

Zeitstrafen: HSV Zerbst 2 - HV Wernigerode 3;

Siebenmeter: HSV Zerbst 4/4 - HV Wernigerode 4/4.