Wernigerode l Im HVSA-Pokal war das Team von Trainergespann Kaufmann/Meyer beim 25:36 (14:18) gegen den Sachsen-Anhalt-Ligisten TuS 1947 Radis chancenlos. Auf dem Papier war es eine klare Sache für den Tabellenvierten der Sachsen-Anhalt-Liga. Schon im Vorfeld hatte Trainer Jens Kaufmann angekündigt, allen Spielern Einsatzzeit zu geben. Zumal der Ausfall wichtiger Stammkräfte die Chancen auf ein Weiterkommen auf eine Minimum reduzierte.

Spielbeginn sehr nervös

Das Spiel begann zerfahren auf beiden Seiten, die jungen Wernigeröder Sieben konnte die ersten 20 Minuten offen gestalten. Vor allem Lucas Conradi zeichnete sich als treffsicherer Schütze aus. HVW-Torwart Michael Konstabel zeigte mehrere starke Paraden, zwischenzeitlich führten die Hausherren beim 5:3 und 7:5 mit zwei Toren. Danach nahm das Trainergespann die angekündigten Wechsel vor.

Mit zunehmender Spieldauer stellte sich TuS Radis besser auf die Harzer ein, die sich in der Offensive nicht mehr so effektiv durchsetzen konnten. Zahlreiche Würfe waren unvorbereitet oder zu schwach, so wurde es dem Gegner leicht gemacht, über Konter zum Erfolg zu kommen. Zur Pause führten die Gäste mit 18:14. Die erneut zahlreich erschienen Zuschauer waren trotzdem nicht unzufrieden mit dem Spiel ihrer Mannschaft.

Zu Beginn der zweiten Hälfte stand eine komplett neue Mannschaft für den HVW auf dem Feld. Viele Akteure, die sonst weniger Spielzeit verbuchen konnten, bekamen ihre Chance. Das erste Tor dieser Halbzeit gelang zwar den Hausherren, aber danach zogen die Gäste aus der Dübener Heide davon. In der 42. Minute war der Vorsprung beim 17:27 erstmals zweistellig. Jens Kaufmann reagierte mit seiner letzten Auszeit und stellte wieder um. Auch bei den Zuschauern machte sich Unmut breit. In der 48. Minute wuchs der Rückstand noch auf 18:32, ehe die HVW-Coaches wieder auf die Anfangsformation zurück wechselten. Bis zum Spielende konnte das Ergebnis noch leicht auf 25:36 verbessert werden. Eine Niederlage, mit der in dieser Höhe niemand gerechnet hatte.

Gäste sind effektiver

Nach der Partie war Jens Kaufmann dann auch nicht zufrieden. „Sicher war Radis der hohe Favorit, aber in den ersten 20 Minuten haben wir gut mitgehalten. Mit den Wechseln haben wir dann doch den Faden verloren und erneut viel zu viele Fehler produziert. Ich wollte allen Spielern Spielzeit geben und auch den Jungs aus der zweiten Reihe. Doch heute hat man gesehen, dass es für einige noch ein langer Weg in die erste Sieben ist. Mit dem Ausfall einiger Spieler fehlten auch wichtige Eckpfeiler, aber so hatten wir uns das nicht vorgestellt. Ich bin schon ein Stück enttäuscht über den Auftritt in Halbzeit zwei. TuS Radis hat das kaltschnäuziger geregelt, auf unsere Fehler gewartet und zurecht klar gewonnen. Nun gilt es, den Blick auf das nächste Wochenende zum Punktspiel in Zerbst zu richten.“

Statistik

HV Wernigerode: Konstabel - Tischer (2), König, Balint (1), Conradi (10/6), Bomeier(2), Eilers (4), Schulze (2), Richter, Jahn (2), Deicke (1), Günther;

Zeitstrafen: HV Wernigerode 6 - TuS Radis 6;

Siebenmeter: HV Wernigerode 8/6 - TuS Radis 5/5.