Ilsenburg l Vor heimischem Publikum in der Harzlandhalle unterlag das Team von Trainer Christian Goedeke mit 22:31 (13:14) gegen den Landsberger HV.

Spiel sehr intensiv geführt

Das letzte Spiel des Jahres wollte Schlusslicht Ilsenburg unbedingt für sich entscheiden. Mit einem Heimsieg wäre immerhin der Sprung auf Rang 13 möglich gewesen – so hätte Blau-Rot Coswig die Rote Laterne übernommen. Mit 14 Mann an Bord war das HVI-Protokoll auch maximal gefüllt. Um was es ging, wurde von der ersten Minute an deutlich: Beide Teams gingen intensiv zu Werke, so gab es gleich nach dem Anpfiff je eine Verwarnung. Das erste Tor fiel erst nach mehr als zwei Minuten, dies auch vom Siebenmeterpunkt. Landsberg, für das es auf der anderen Seite um Platz drei ging, legte mit 2:0 vor. Für die Einheimischen traf danach zweimal Eric Kunze, mit sechs Toren letztlich zweitbester Werfer des HVI hinter Norman Hoffmann (7).

Es entwickelte sich weiterhin ein umkämpftes Duell, schon nach 13 Minuten hatten beide Teams ihre jeweils drei möglichen Verwarnungen gesammelt. Als Tino Radtke, mit neun Toren erfolgreichster Landsberger, für den LHV vom Strafwurfpunkt auf 9:5 erhöhte, deutete sich ein größerer Vorsprung der Gäste an. Kurz danach aber folgte eine Schlüsselszene, die die Ilsenburger für sich nutzen konnten. Nach einem harten Foul zeigte das Schiedsrichtergespann Barz/ Wegener dem Landsberger Tim Schuster direkt Rot (20.). Kunze, Hoffmann und Eric Brune brachten die Gastgeber mit fünf Treffern in Folge zum 10:10. Auch eine Auszeit der Gäste konnte da vorerst nicht entscheidend stören.

Rückstand zur Halbzeit

Dann zog sich der LHV jedoch wieder aus dem „Schlamassel“ und war selbst dreimach nacheinander erfolgreich (10:13). Es folgten einige Zeitstrafen, u.a. schon die zweite gegen Sebastian Kausch auf Ilsenburger Seite. Mario Dallmann traf dann zwölf Sekunden vor dem Pausensignal zum wichtigen 13:14-Anschluss.

Kausch gelang nach dem Kabinengang der 14:14-Ausgleich. Der HVI war da, es ging bei null los und die Einstellung stimmte. Der Tabellenfünfte erwies sich in der Folge aber als effektiver und zog erneut leicht davon (14:18, 17:22). HVI-coach Goedeke reagierte mit einer Auszeit (44.). Diese trug nicht zur erhofften Wende bei, Landsberg behauptete den Vorsprung und baute diesen sogar stetig aus. Als Kausch nach dritter Zeitstrafe dann auch nicht mehr im Innenblock als Defensivchef zur Verfügung stand schwand die Hoffnung auf Zählbares. Spätestens beim 20:30 (54.) war klar, dass die Ilsenburger Vorlieb mit der elften Saisonniederlage nehmen mussten.

Gäste klettern in der Tabelle

Die Landsberger kletterten mit dem 31:22-Erfolg auf Platz drei. Für den HV Ilsenburg geht der Kampf gegen den Abstieg am 6. Januar mit einem Derby weiter. Dann ist der Zweite aus Halberstadt zu Gast in der Harzlandhalle.

Statistik

HV Ilsenburg: Hohmann, Gelinski - Habel, Schneider (1), Kunze (6/1), Dallmann (2), Kausch (3), Oppermann, Ebeling, Hoppe (1), Kortegast, Müller, Hoffmann (7/2), Brune (2);

Siebenmeter: HVI 3/3, LHV 5/4;

Zeitstrafen: HVI 8, 1 x Rot nach 3 x 2 Minuten (Sebastian Kausch/ 45.), LHV 5, 1 x Rot (Tim Schuster/ 20.).