Kläden l Mit einem 4:1-Finalsieg über die Landesauswahl Brandenburgs hat die Sachsen-Anhalt-Auswahl in Kläden zum ersten Mal den U18-Deutschlandpokal im Bohle-Kegeln gewonnen.

56 Leistungssportler im Bohle-Kegeln aus sieben Bundesländern waren in der Altmark am Start. Nach jeweils zwei Vorrundenspielen im Modus jeder gegen jeden im weiblichen und männlichen Doppel und den Mixeds qualifizierten sich die Teams entsprechend der erreichten Punktezahl für die Finalrunden am Sonntag. In den beiden Vorrunden setzte sich Brandenburg mit 48 Punkten knapp vor Sachsen-Anhalt (45 Punkte), Schleswig-Holstein (39), Berlin (31), Niedersachsen (27), Mecklenburg-Vorpommern (26) und der mit zwölf Punkten abgeschlagenen Auswahl Bremens durch.

Somit trafen im Finale um den Deutschlandpokal die Landesauswahlen Brandenburgs und Sachsen-Anhalts aufeinander, um Bronze spielten die Auswahlteams von Schleswig-Holstein und Berlin. Die verbleibenden drei Mannschaftem aus Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Bremen spielten in einer Dreiergruppe um Platz fünf.

KKBV stark vertreten

Für die Aktiven im Deutschen Bohle Kegler Verband (DBKV) ist dieser Wettbewerb zum Jahresabschluss von seinem Stellenwert gleich nach den Deutschen Meisterschaften und dem traditionellen Länderspiel gegen die Jugendauswahl Dänemarks anzusiedeln, ähnlich dem DFB-Pokal im Fußball. Für das Auswahlteam Sachsen-Anhalt spielten mit Lucy Lindner, Laura Weigelt, Raciel Straatmann, Henrik Blaenk und Leon Lindner fünf Kegler vom KKBV Harz, dazu Jana Kemper-Kohlhase, Luise Mai (beide KKV Stendal) sowie Alexander Tietz vom KKV Wittenberg. Der nominierte Maurice Bläß vom KSC Ilsenburg musste wegen einer Verletzung, die er sich einen Tag vor der Anreise zugezogen hatte, durch Nachrücker Henrik Blaenk (Lok Blankenburg) ersetzt werden.

Mit der Höchstpunktzahl 15, sieben Punkte aus jeder Vorrunde und ein Punkt aus dem Finale, spielten Jana Kemper-Kohlhase und Luise Mai vom Klädener SV sowie Lucy Lindner und Raciel Straatmann vom SV Lok Blankenburg die einzelnen Bestwerte. Den Schlüssel zum hart erkämpften Finalsieg gegen das Brandenburger Auswahlteam legte aber gleich im ersten Einzelduell der Blankenburger Henrik Blaenk, der von den Trainern gegen den aktuell erfolgreichsten Deutschen U18-Kegler und Nationalspieler Sebastian Hahn eingesetzt wurde. Zur großen Überraschung wandelte der Harzer mit starker kämpferischer Leistung einen Rückstand von zehn Holz nach 100 Wurf noch in einen 419:416-Holzsieg um und brachte seine Farben mit 1:0 in Führung.

Jana Kemper-Kohlhase erhöhte durch einen 437:431-Holzsieg über Alexa Radigk, die einzige Niederlage im männlichen Doppel durch Alexander Tietz (Gallin) und Leon Lindner (Lok Blankenburg) gegen die Brandenburger Nationalspieler Fabian Jaeger/Axel Völter (849:859-Holz) gestaltet das Finale noch einmal spannend.

Mädchendoppel macht umjubelten Sieg perfekt

Im Anschluss sorgte das bis dahin ungeschlagene Mädchendoppel Luise Mai (Kläden) und Lucy Lindner (Lok Blankenburg) mit seinem knappen 845:842-Holzsieg über Sarah Lieske/Helena Matzies für den vielumjubelten 3:1-Vorsprung, der gleichbedeutend mit dem Gewinn des Deutschlandpokals 2019 war. Von dieser Euphoriewelle ließ sich das starke Mixedpaar Laura Weigelt (Hedersleben) und Raciel Straatmann (Lok Blankenburg) zu einem 853:849-Holzsieg über Vanessa Wilde/Adrian Charchulla treiben, der den klaren 4:1-Endstand perfekt machte.

Den Bronzerang sicherte sich Schleswig-Holstein mit einem 3:2-Sieg über Berlin. Die Dreiergruppe um Platz fünf entschied die Auswahl von Mecklenburg-Vorpommern für sich. Das Duell um die „Rote Laterne“ zwischen Niedersachsen und Bremen entschied ein Stechen, Bremen verlor und musste bei der Siegerehrung mit der Laterne traditionell ein Weihnachtslied vortragen.