Derenburg l Gegen Kontrahenten aus dem unteren Tabellendrittel soll die Heimbilanz auf der „Rudi-Stecke-Kegelanlage“ in Derenburg noch einmal etwas aufpoliert werden. Mit dem KV Hansa Stralsund (10.) und Blau-Weiß 76 Stavenhagen (9.) erwartet der KSC Ilsenburg zwei Teams auf Augenhöhe. Lange Zeit hielten die Ilsestädter den Anschluss zu den Hansestädtern und wahrten ihre Chancen auf den Klassenerhalt. Durch die jüngste Heimniederlage gegen die Rivalen Hannover und den gleichzeitigen Heimsieg der Stralsunder gegen Spitzenreiter SG ETV/Phönix Kiel sind diese nur noch theoretischer Natur. Die Ilsenburger müssten beide Heimspiele mit 3:0 gewinnen und am letzten Punktspiel-Wochenende auswärts punkten, gleichzeitig müssten die Stralsunder zum Abschluss beide Heimpartien verlieren.

Zielstellung klar formuliert

„Mit Stralsund und Stavenhagen treffen wir auf zwei ,alte Bekannte‘ aus der 2. Bundesliga. Beide haben die Liga so gut wie gesichert, nach unserer jüngsten Heimniederlage gegen Hannover ist der Drops gelutscht“, schätzt Mannschaftsleister die Chancen realistisch ein. „Dennoch wollen wir beide Heimspiele gewinnen, mittlerweile haben wir uns gut auf der Heimbahn in Derenburg eingespielt. Allerdings müssen wir die personelle Situation abwarten. Marcel Gleffe lag die Woche über mit Grippe im Bett, Christian König könnte arbeitsbedingt ausfallen“, blickt Martin Bollmann auf die beiden Heimspiele voraus. Gespielt wird heute um 13 Uhr gegen Stralsund und morgen um 10 Uhr gegen Stavenhagen.

KSC Ilsenburg – KSK Rivalen Hannover 5301:5309 (40:38, 0:3).

Gegen unerwartet starke Gäste aus der niedersächsischen Landeshauptstadt hatte die Ilsenburger selbst nicht ihren besten Tag erwischt, zwei „Ausreißer“ nach unten waren gegen das ausgeglichene Gäste nicht zu kompensieren. Christian König und Steffen Könnemund blieben unter ihrem Leistungsvermögen, somit lagen die Ilsenburger nach zwei Starterpaaren mit 27 Holz im Hintertreffen. Daran konnten auch ordentliche 891 Holz von Horst Bläß und die 901 Holz von Fabian Langer, der damit wieder einmal mehr bester Ilsenburger Kegler war, nichts ändern. Die Ilsenburger Schlussachse Marcel Gleffe/Oliver Angerstein kam den Niedersachsen noch einmal gefährlich nahe, doch in der entscheidenden Phase wechselten die Gäste Michael Lotze gegen Tobias Kirchhoff und retteten einen Vorsprung von acht Holz ins Ziel.

Statistik

KSC Ilsenburg: König (869, 3), Bläß (891, 9), Langer (901, 12), Könnemund (864, 1), Gleffe (880, 4), Angerstein (896, 11).

KSC Ilsenburg – VfL Stade von 1850 5329:5209 (49:29, 3:0).

Dass es die Ilsenburger deutlich besser können, stellten sie tags darauf im Kellerduell gegen den VfL Stade unter Beweis. Zwar konnten die Gäste nicht annähernd an die Ergebnisse der Hannoveraner heran reichen, doch mit einer Führung im Rücken spielte auch der KSC-Sechser deutlich stärker auf als am Vortag. Allen voran die Startachse, Christian König (893 Holz) und Steffen Könnemund (887 Holz) steigetten sich um mehr als 20 Kegel und spielten bereits in der Start­achse einen Vorsprung von 59 Holz heraus. Dieser wuchs im Mittelabschnitt um 61 Holz an, wobei Fabian Langer mit 911 Holz erneut Tagesbester in Reihen der Ilsenburger war. In der Schlussachse wurde sein Wert von Gästespieler Ralf Schmidt (915 Holz) überboten, dennoch hielt das Duo Gleffe/Angerstein den Vorsprung konstant und sicherte den ersten 3:0-Sieg der Saison.

KSC Ilsenburg: König (893, 3), Könnemund (887, 8), Bläß (891, 9), Langer (901, 12), Gleffe (880, 4), Angerstein (896, 11)