Wernigerode (ybr) l Im Waldstadion von Haldensleben kämpften an zwei Tagen insgesamt 431 Teilnehmer aus 36 Vereinen um die letzten Landestitel der Saison. Während am ersten Tag hohe Temperaturen und starker Wind den Athleten zu schaffen machte, herrschten am zweiten Tag fast ideale Bedingungen. Die Harzer bestätigten mit vielen neuen Bestleistungen noch einmal ihre gute Form.

So auch Aurelio Kischkies, der sich über 1500 m um über zehn Sekunden auf 4:21,02 min verbesserte und mit einem starken Endspurt auf der Zielgeraden den Titel in der U 18 sicherte. Den zweiten Landesmeistertitel für die Harzer holte überraschend Pauline Dieckmann über 800 m der W 15. Die HGL-Läuferin lief nur einen Tag nach dem 3000 m-Lauf in Dessau eine neue Bestzeit von 2:26,67 min. Lea Brandecker machte mit der Bronzemedaille den Erfolg der Wernigeröder perfekt. Allerdings blieb sie in 2:34,45 min weit hinter den Erwartungen zurück. Auch im Weitsprung kam sie mit Platz fünf und nur 4,85 m nicht annähernd an ihre Bestleistungen heran. Über 300 m Hürden verpasste die HGL-Athletin als Fünfte in 49,39 s die erhoffte Medaille und die Norm zur Deutschen U16-Meisterschaft.

Jeremy Scheffner holt Silber

Eine Silbermedaille ging auf das Konto von Jeremy Scheffner über 2000 m Hindernis der U 18. Der Schützling von Peter Simm verpasste allerdings in 7:10,55 min die Norm zur Jugend-DM (6:30 min) deutlich. Ebenfalls Silber erkämpfte Jonathan Toppel über 800 m der M 13 in 2:25,43 min. Der 13-Jährige attackierte wieder zu früh und wurde kurz vor dem Ziel noch überspurtet. Im Speerwurf verbesserte er sich auf 30,99 m und wurde Siebter.

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Auch Malena Bielas freute sich in den Wurfdisziplinen über zwei neue Hausrekorde. Im Diskuswurf warf sie die ein Kilo schwere Scheibe auf 19,94 m und belegte den vierten Platz in der W 14. Zum Podest fehlten nur 80 Zentimeter. Im Kugelstoßen wurden 8,34 m Rang sieben notiert.

Magdalena Walter überrascht mit Platz vier

Über 800 m der W 12 überraschte Magdalena Walter mit dem vierten Platz und neuer Bestzeit von 2:45,69 min. Die 12-Jährige glänzte mit einem starken Endspurt, der allerdings zu spät kam, sonst wäre Bronze noch drin gewesen. In diesem Lauf kam Sara Schulz als Neunte in 2:52,03 min ins Ziel. Bei den gleichaltrigen Jungs verfehlte Felix Wehr seinen Hausrekord nur knapp, er lief in 2:37,29 min auf den siebten Platz. Einen starken sechsten Platz erreichte Amelie Prescher im Weitsprung der W 12. Sie sprang mit 4,36 m nur einen Zentimeter kürzer als ihre bisherige Bestleistung.

Das gute Abschneiden der Wernigeröder komplettierte Johanna Farwig (W15) mit zwei Top-Ten-Plätzen. Sie sprintete über 100 m als Zehnte in 13,98 s ins Ziel, die gleiche Platzierung gab es im Weitsprun­g (4,25 m).

Als einziger Athlet hielt Daniel Arnecke die Fahnen der Blankenburger hoch. Der Lok-Sportler ging er über 400 m der U18 an den Start und wurde Achter in 58,45 s.

Für einige Athleten steht nun noch die Mitteldeutsche Meisterschaft in Mittweida auf dem Programm.