Wernigerode l Die Wernigeröderin Lea Brandecker ist mit einem neunten Platz von ihrer ersten Mitteldeutschen Meisterschaft aus Chemnitz zurückgekehrt. Dabei musste die Leichtathletin vom Harz-Gebirgslaufverein bei ihrer Premiere etwas „Lehrgeld“ zahlen.

500 Athleten am Start

Insgesamt kämpften über 500 Athleten aus 96 Vereinen in der Leichtathletikhalle am Hauptstadion in Chemnitz um die Titel in den Altersklassen U 16 bis U 20.

Lea Brandecker vom Harz-Gebirgslaufverein hatte sich als einzige Sportlerin aus dem Altkreis Wernigerode für die Titelkämpfe der drei Länder Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt qualifiziert und ging im Weitsprung und über 800 m an den Start. Als Sechste der Meldeliste über die Mittelstreckendistanz in der Altersklasse U 16 hatte sich Lea Brandecker genau diese Platzierung auch im Rennen vorgenommen, was sie am Ende deutlich verpasste.

Harzerin ist nervös

Die Harzerin startete im schnelleren von zwei Zeitläufen, aber bereits der erste Lauf hatte sehr starke Zeiten vorgelegt. Das machte die ohnehin schon vorhandene Nervosität der HGL-Athletin noch größer. Die 13-Jährige verlor bereits nach zwei von vier Runden den Anschluss zur Spitze und kam in 2:32,92 min als Fünfte ins Ziel. Damit blieb Lea Brandecker knapp fünf Sekunden über ihrer Bestzeit und landete im Gesamtklassement auf dem neunten Platz. Der Sieg ging in 2:22,46 min an Luisa Holzkamp vom SC Magdeburg.

Auch im Weitsprung konnte die HGL-Athletin nicht an ihre zuletzt starken Leistungen anknüpfen und schied als 24. mit mäßigen 4,63 m im Vorkampf aus. Ein kleiner Trost: auch im nächsten Jahr ist Lea noch in der U16 startberechtigt und gehört dann zu den Älteren ihrer Altersklasse.

„Es war eine gelungene Feuertaufe und eine gute Vorbereitung auf die kommenden größeren Meisterschaften“, waren ihre Trainer Achim Daniel und Yvonne Brandecker dennoch nicht unzufrieden. Immerhin kann sich ihr Schützling im Sommer erstmals für eine Deutsche Meisterschaft qualifizieren, dann im Blockmehrkampf Lauf.