Wernigerode l  Das schon traditionelle, von der „Aktion Mensch“ geförderte Zeltwochenende der Harzer Schwimmer, stand wieder auf dem Veranstaltungsplan vieler Vereine. Gut 120 mutige Kinder und Jugendliche aus dem Harzer Schwimmverein, von der DLRG Wernigerode und dem Tauchclub Harz bevölkerten das Freibad zum Zeltwochenende mit Inklusions- und Integrationscharakter.

Mit wieder einmal nur 14 Grad, Wind und Regen meinte es der Wettergott nicht so gut mit den Campern, das grausige isländische Wetter ist in den letzten fünf Jahren schon zur Tradition dieser Veranstaltung geworden. Zumindest blieben so die Camper völlig unter sich, da öffentliche Badegäste weit und breit nicht zu sehen waren. Und da es letztlich im Wasser wärmer war als auf der Wiese, störte das die buntgemischten Teilnehmer nicht. Das Wasser wurde gerade deshalb als Wärme­spender erobert.

Devise gegen Kälte: Immer in Bewegung

Mit Spielständen vom Schülerfreizeitzentrum und dem SportsFunMobil der Sportjugend im KSB Harz wurde der Freitag eingeläutet. Mit der Riesenrutsche, Tiger-Hüpfburg und der angebotenen Spielwiese ohne Grenzen wurde der Nerv der Teilnehmer voll getroffen. Immer in Bewegung bleiben und der Kälte trotzen, so die einzig vernünftige Devise. Parallel dazu boten zahlreiche Wasserspielgeräte wie Trampolin, der Weiße Hai und die Krake eine tolle Alternative, sie waren allerdings bei den Bedingungen keine echte Gefahr und völlig harmlos für die Wasserratten.

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Das vom TC Harz angebotene Schnuppertauchen war eine gelungene Abwechslung unter Wasser, wo es am ehesten auszuhalten war. Bei Stockbrot am Lagerfeuer konnten sich dann die zahlreichen Camper wieder etwas aufwärmen. Mit der Ankündigung einer Nachtruhe verschwanden auch plötzlich die Teilnehmer ganz schnell in ihren Zelten, bei den dann einstelligen Temperaturen wahrscheinlich mit Kuscheltier.

Nervenkitzel bei Kletterstation

Auch der Sonnabend brachte keine Änderung der Wetterlage, das Islandtief hing ganz tief über dem Waldhofbad Wernigerode. Die Organisatoren um Volker Hoffmann gaben ihr Bestes und entfachten ein Angebot aus Sport, Spiel, Spaß und viel Bewegung auf der grünen, feuchten Wiese und im Wasser. Das Mobil „Integration durch Sport“ baute am Vormittag eine Kletterstation auf und sorgte für den nötigen Nervenkitzel, natürlich durfte eine Torwand zur Fußball-Weltmeisterschaft nicht fehlen. Gut besucht war auch der Airtrump. Nachmittags kam die Ablösung durch das Funmobil mit Tiger-Hüpfburg, die Riesen-Wasserbälle waren bei den Kids heiß begehrt und und der Bubble-Fußball auf der Wiese sorgte für das notwendige Gaudi und eine super Stimmung. Eine weitere Zugabe gab es dann mit Teil zwei des Schnuppertauchens.

Höhepunkt nach dem Grillen und Sommer-Obst-Buffet war die mit Spannung erwartete Neptuntaufe. Zehn Teilnehmer wurden in einem spannenden Wettkampf gejagt, gefangen genommen und feierlich auf neue Namen des Meeres getauft. Vor allem ehemalige und aktuelle Schwimmer machten es den Häschern dabei sehr schwierig, letztlich gingen die Häscher unter viel Gelächter und Häme mit ins Wasser. Mit Stockbrot und vielen Geschichten am Lagerfeuer ging der zweite Abend zu Ende.

Mit dem Rückbau der Zeltstadt war am Sonntagmorgen reichlich Arbeit angesagt. Alle teilnehmenden Vereine bedanken sich ganz herzlich bei den Helfern, Unterstützern und Sponsoren. Auch für 2019 steht der neue Termin schon fest: Vom 14. bis 16. Juni soll dann die Zeltstadt – hoffentlich unter einem kräftigen Azoren Hoch – die Teilnehmer und Gäste mit einem echten Sommer-Spektakel erfreuen.