Blankenburg l Nach dem Sieg in Leipzig und der Niederlage in Magdeburg haben sich die TT-Cracks von Stahl Blankenburg zwar die Herbstmeisterschaft gesichert, spüren aber von nun an den Atem ihrer punktgleichen Verfolger aus der Landeshauptstadt, HSG Medizin und TTC Börde, im Nacken.

LTTV Leutzscher Füchse – Stahl Blankenburg 0:9. Die Begegnung gegen das bisher sieglose Tabellenschlusslicht wurde zu einer klaren Sache für die Harzer. Eng wurde es lediglich zweimal, als es im dritten Doppel von Lasczynski/Schuck und im Einzel von Lars Holland über fünf Sätze ging.

Stahl: Yang (1,5), Bakic (1,5), Laszczynski (1,5), Holland (1), Schuck (1,5), Kudrna (1,5), Tomaszuk (0,5).

HSG Medizin Magdeburg – Stahl Blankenburg 5:9. Der Auftakt zu dieser mit Spannung erwarteten Begegnung zwischen den noch ungeschlagenen Mannschaften verlief für den Blankenburger Stahl-Sechser optimal. Während auf Blankenburger Seite Yang/Tomaszuk Probleme hatten, das mit dem Ecuadorianer Proano Quimis und Ersatzspieler Szydlowski zusammengestellte Verlegenheitsdoppel in fünf Sätzen zu besiegen, fiel der Vier-Satz-Sieg von Bakic/Kudrna gegen das irisch/estnische Duo Maquire/Libene ebenso klar aus, wie der Drei-Satz-Sieg von Laszczynski/Holland gegen Ursu/Mechau.

Das war allerdings erstmal alles, was die Harzer den in den Einzeln zusehends Oberwasser gewinnenden Medizinern entgegen zu setzen hatten. Im oberen Paarkreuz war die Partie von Luka Bakic gegen den an Position eins spielenden Ivan Andres Proano Quimis schon nach drei Sätzen zu Ungunsten des Blankenburgers zuende. Auch sein Teamgefährte Xiu Jie Yang fand am Nachbartisch kein Mittel gegen das agressive Angriffsspiel des Iren Gavin Maquire. Als es den Blütenstädtern nicht gerlang, durch Rafael Lasczynski und Kamil Tomaszuk zumindest eines der beiden Spiele im mittleren Paarkreuz zu gewinnen, lag man 3:4 zurück. Dabei hatte Lasczynski durchaus die Chance, sein Spiel gegen den zeitweise etwas unkonzentriert wirkenden Esten Toomas Libene zu gewinnen, er zog aber im fünften Satz den Kürzeren. Kamil Tomaszuk indes ließ sich immer wieder von der knallharten Rückhand des erst 15jährigen Moldawiers Vladuslav Ursu beeindrucken und verlor in vier Sätzen. Die Hoffnung, im unteren Paarkreuz zu punkten erfüllte sich nach dem glatten Sieg von Lars Holland gegen Ersatzmann Szydlowski und der Niederlage von Jan Kudrna gegen Mark Mechau nur zu 50 Prozent. Damit lag Stahl vor dem zweiten Durchgang zwar 4:5 zurück, schaffte aber durch den hart erkämpften Fünf-Satz-Sieg von Yang gegen Proano Quimis den Ausgleich zum 5:5. Der Chinese konnte im Spiel gegen den technisch sehr sauber spielenden Ecudorianer endlich einmal überzeugen. Aus Blankenburger Sicht war das aber der einzige Lichtblick in einer insgesamt zerfahrenen Partie. Ernüchternd indes schien sich die zweite Drei-Satz-Niederlage von Bacic auszuwirken, der dem druckvollen Spiel von Maquire nichts entgegenzusetzen hatte und klar unterlag. Nachdem Stahl abermals im mittleren Paarkreuz nichts Zählbares einfahren konnte, weil Tomaszuk und Lasczynski in jeweils vier Sätzen gegen Libene und Ursu unterlagen, war die erste Niederlage fast perfekt.

Im unteren Paarkreuz ließ sich Magdeburgs Mechau von Hollands Materialspiel nicht beeindrucken als er in einer glanzlosen Partie den siegbringenden neunten Punkt für die Mediziner mehr erspielen als erkämpfen musste. Ohne Zweifel eine bittere Pille für Stahl. Jedoch ergibt sich bereits in vier Wochen die Gelegenheit zur Revanche. Der Rückrundenstart erfolgt am 9. Januar nächsten Jahres mit der Begegnung SG Stahl vs. HSG Medizin.

Stahl: Yang (1,5), Bakic (0,5), Tomaszuk (0.5) Laszczynski (0,5), Holland (1,5) Kudrna (0,5).