Haldensleben (mkü) l Mit einem verdienten 39:26-Sieg gegen den Tabellenletzten Eintracht Glinde verabschiedeten sich die Handballmänner des HSV Haldensleben in ihrem letzten Heimspiel von ihrem Publikum.

Dabei hatten die Jungs von Trainer Subocz aber vor allem in der ersten Halbzeit mit erheblichem Widerstand zu kämpfen. Glinde, nur mit acht Feldspielern angereist, wehrte sich, vor allem in Person von Ex-HSV-Torwart Andy Wiechmann, Sascha Timplan, führender der sachsen-anhaltinischen Torschützenliste und Michael Kreyenberg, Platz neun in der Liste, erheblich. Für eine Gästeführung reichte es aber die gesamte Partie nicht. Nach 18 Minuten stand es immer noch 11:11 und der HSV hatte hier schon eine Überzahl ungenutzt verstreichen lassen.

Erst die Einwechslung von Domann im HSV-Tor brachte die entscheidende Wende. Mehrere Paraden hintereinander brachten die 15:12-Führung in der 24. Minute. Der Bann war gebrochen, wenn es auch zur Pause nur 18:15 hieß.

Nach dem Wechsel starteten die Haldensleber konzentriert. Die 36. Minute brachte dann die Vorentscheidung. Erst kassierte der HSV eine Zeitstrafe. Im Gegenzug traf es Glinde gleich zweimal. Es war viel Platz auf der Platte. Die Hausherren setzten sich auf 24:18 ab. Auch die Gegenwehr der Glinder, geschuldet durch die wenigen Wechselmöglichkeiten, war jetzt gebrochen. Sukzessive setzte sich der HSV ab. Beim 32:22 in der 51. Minute betrug der Abstand erstmals zehn Tore. Da hatte Timplan, nach seiner dritten Zeitstrafe das Parkett bereits verlassen.

Kurz darauf ereilte Papendiek das gleiche Schicksal. Allerdings wurde sein Ausscheiden, weil es sein letztes Heimspiel für den HSV war, von La-Ola-Wellen der Zuschauer begleitet. Der Trainer gab allen Spielern Gelegenheit, Spielpraxis zu sammeln und alle trugen sich auch in die Torschützenliste ein.

Ein gelungener Heimabschied, der mit einigen Danksagungen an Wegbegleiter der ersten Männer und einer Verabschiedung von Familie Werther emotional begonnen hatte. Haldensleben verbessert sich auf Platz sieben und hat zwei schwere Auswärtsspiele vor der Brust. Glinde steigt, nach dieser Niederlage nun endgültig in die Verbandsliga ab.

HSV: Siegmund,Domann, Möritz 3,Fuhrmann 6,Krüger 3,Teßmann 3,Kühnel 10/4,Kruse 5,Tysack 2, Damerau 1,Straßburger 3,Bierhals 1,Papendiek 2

Siebenmeter: HSV 4/4 Glinde 4/2

Zeitstrafen: HSV 3 - 1x rot Glinde 7 - 1x rot

Spielfilm: 1:0, 4:2, 6:6, 10:8, 11:11, 15:12, 18:15-20:16, 22:18, 24:18, 25:20, 30:21, 32:22, 37:25, 39:26.