Barleben l Mit einer fantastischen Teamleistung besiegte der Aufsteiger den Tabellenzweiten aus Bischofswerda mit 2:0 und ließ damit einen trüben Oktober endgültig in Vergessenheit geraten. Mit sieben Punkten aus den letzten drei Spielen befindet sich der FSV Barleben wieder in der Erfolgsspur und auf Kurs Klassenerhalt in der Oberliga Süd. Aggressiv im Spiel gegen den Ball und effektiv im Angriff präsentierte sich der Aufsteiger beim verdienten Heimsieg gegen Bischofswerda als echte Einheit. Was sind die Gründe für die Leistungsexplosion in den vergangenen zwei Wochen?

„Die Trainingsbeteiligung und die Intensität sind besser geworden. Es herrscht wieder ein gesunder Konkurrenzkampf in der Mannschaft, was absolut positiv ist“, erklärt Mario Middendorf. Nach den deprimierenden Niederlagen bei Carl-Zeiss und gegen Schott Jena modifizierte der Trainer auch die Taktik. „Die Zeit der Experimente haben wir abgeschlossen. Wir haben uns auf die einfachen Dinge konzentriert. Das hat der Mannschaft gut getan“, so der 37-Jährige. Zudem ist in jüngster Vergangenheit endlich personelle Kontinuität eingekehrt beim FSV. „Wir konnten jetzt dreimal in Folge mit der gleichen Startformation auflaufen. Das macht sich natürlich bemerkbar“, erkannte nicht nur Middendorf eine positive Entwicklung im Zusammenspiel der Mannschaftsteile.

Vorbildlich war am Sonntag vor allem die linke Barleber Seite. Robert Löw und Nils-Oliver Göres boten eine bärenstarke Leistung, ließen kaum etwas zu und bereiteten den wichtigen Führungstreffer von Denny Piele mustergültig vor. Der Torjäger, der nun vermehrt im offensiven Mittelfeld zum Einsatz kommt, harmoniert von Woche zu Woche besser mit Stoßstürmer Denis Neumann. Zwei Spieltage vor der Winterpause scheint sich der FSV Barleben endgültig gefunden zu haben.

Einzig Christopher Kalkutschke wirkte am Sonntag nicht ganz glücklich. Zweimal in guter Position blieb ihm ein Torerfolg verwehrt. Vom Trainer bekommt er trotzdem alle Rückendeckung. „Seine Aufgabe ist eine andere als in der letzten Saison. Er muss jetzt mehr nach hinten arbeiten und das macht er gut. Ob er am Saisonende zwei oder 20 Tore gemacht hat, ist mir egal“, so Middendorf.