Haldensleben l Die Mannschaft von Interimstrainer Carsten Fister unterlag im Heimspiel gegen den HSV Magdeburg mit 31:41 (16:18). Die Enttäuschung hielt sich beim neuen Coach in Grenzen, trotz der Deutlichkeit sah er auch positive Ansätze. Eine enttäuschende Schlussphase gab es nicht, spätestens nach dem 15:16 kurz vor dem Ende der ersten Halbzeit hatte sich eine erneute Pleite aber angedeutet. Doch bis dahin überraschte der Gastgeber im positiven Sinne.

Schnell ging der HSV Haldensleben mit 4:2 (5. Minute) in Führung, bedingt aber auch dadurch, dass der Magdeburger Christoph Schmidt schon nach 29 Sekunden eine Zeitstrafe bekam. Im Zentrum gab Daniel Bierhals die Spielzüge vor, die bis dahin auch erfolgreich abgeschlossen wurden. „Daniel Bierhals hat auf seiner Position ein gutes Spiel gemacht“, stellte auch Fister fest. Und so hielt der Gastgeber seinen Vorsprung und zeigte dabei auch sein spielerisches Potential. Flüssige Kombinationen, schnelles Querlaufen und auch die erforderliche Treffsicherheit waren zu diesem Zeitpunkt ausschlaggebend. Dennoch konnte sich der HSV nicht weiter absetzen. Die deutlichste Führung gab es beim 12:8 in der 20. Minute. Bei den Gästen konzentrierten sich die Abläufe dagegen nur auf zwei Spieler: Michael Jahns (15 Tore) und Nils Krug (10). „Wir haben versucht, Jahns so gut es geht raus zunehmen, doch es ist nicht einfach, wenn er seine Tore macht“, erklärte Fister. Und so wurde aus dem Vorsprung bis zur Pause ein 16:18-Rückstand.

Anschließend setzte sich der Lauf der Landeshauptstädter fort, Haldensleben kam nicht mehr heran. Dazu häuften sich Abspielfehler, die Treffsicherheit ließ nach und auch die Deckung war nicht mehr so konsequent. „Daran müssen wir arbeiten, dennoch hoffe ich, dass die Zuschauer gesehen haben, dass wir uns nicht aufgegeben haben. Das ist mir ganz wichtig. Zehn Tore sind am Ende trotzdem zu viel“, sagte Fister, der dabei besonders die mannschaftliche Geschlossenheit anspricht. Dazu passt auch, dass David Stolze trotz kranker Frau und Kind noch zur zweiten Halbzeit kam und drei Tore besteuerte. „Großen Respekt an ihn“, sagte Fister.

Team hat gekämpft

Dennoch reichte es am Ende nicht, über die Stationen 19:25, 22:28 und 29:38 verfestigte sich die klare Niederlage. In der Schlussphase wollten dann mehrere Spieler noch Verantwortung übernehmen, doch das war eher kontraproduktiv, da sie sich gegenseitig behinderten und voreilig abschlossen. „Das Team hat gekämpft, ich kann hier niemanden einen Vorwurf machen. Jeder ist draufgegangen und deshalb lässt sich darauf aufbauen.“

HSV Haldensleben: N. Domann, D. Domann, Wolke - Möritz (2 Tore), R. Krause, Kruse (7), Bierhals (5), Wurzel, Rabe, Tysack (10), Kolbe (1), Damerau (3), C. Krause, Stolze (3).

Siebenmeter: 8/7.

Zeitstrafen: 4.