Samswegen l Das gab es in der 27-jährigen Bundesliga-Geschichte des SSV Samswegen noch nie: Mit den Vize-Europameistern Robert Joachim und Lukasz Grela sowie dem Bronzemedaillengewinner Jiri Orsag konnten sich gleich drei Aktive aus dem Bundesliga-Sextett erst kürzlich in Bukarest mit EM-Edelmetall schmücken. Gegner des Tabellenführeres (17:1 Punkte) im letzten Wettkampf der Ostgruppe (7. April, 18 Uhr) ist der aktuelle Dritte, der Vorjahres-Vizemeister Berliner TSC (14:4).

Die Hauptstädter (1991 und 1994), wie der SSV Samswegen (2006 und 2007) zweifacher deutscher Mannschaftsmeister, die im Finale 2017 dem überragenden AV Speyer den Vortritt lassen mussten, werden auch diesmal in der Börde für einen packenden Wettkampf sorgen. „Maximal 750 Punkte dürfte der TSC schaffen“, kalkuliert Wolfgang Weber. Samswegens Sportlicher Leiter hat dagegen für sein Team „mindestens 850 Punkte“ ausgerechnet, auch wenn er sich erinnert: „Als wir 2006 in Chemnitz zum ersten Mal deutscher Meister wurden, hatten wir im letzten Gruppenwettkampf in Berlin mit 2,6 Punkten das Nachsehen.“ In der Neuauflage des alten Ostduells am Sonnabend stehen allerdings die Vorzeichen anders.

Gastgeber rüsten auf

Die Gastgeber aus dem „Stärksten Dorf der Welt“, denen ihr Heim-Finale um die Mannschaftsmeisterschaft am 28. April nicht mehr zu nehmen ist, haben aufgerüstet. Mit den deutschen Auswahlhebern Robert Joachim und dem zurzeit verletzten Michael Müller hatten sie die besten TSC-Athleten verpflichtet. Diesen Aderlass konnten die Berliner nicht gleichwertig kompensieren.

„Unsere Investitionen haben sich ausgezahlt. Wir haben unser Nahziel, den Endkampf nach Samswegen zu holen, erreicht“, rechnet Sparkassen-Bezirksleiter und Fördervereins-Chef Maik Spereiter vor.

Generalprobe vor Finale

Dass das letzte Gruppenduell siegreich gestaltet wird, ist auch für Samswegens Trainer Stefan Bruse keine Frage: „Klar, wollen wir vor unseren heimischen Fans unseren ersten Platz untermauern.“ Bruse erwartet zwar „so kurz nach der EM keine Saisonbestleistungen“ seiner Top-Heber. Doch gilt der Vergleich mit den Hauptstädtern als Generalprobe für das Meisterschafts-Finale am 28. April. Roberto Gutu, Björn Hertrampf und Rückkehrer Markus Fuchs komplettieren am Sonnabend (7. April) das Samsweger Sextett. „Reservistin“ ist Paula Scholz.

Auch das Rahmenprogramm soll einen Vorgeschmack auf die Finalrunde bieten. Die EM-Teilnehmer bringen ihre Medaillen mit in die Börde. Die Zuschauer haben die Möglichkeit, sich Autogramme von ihren Athleten zu holen. Das Angebot an Speisen und Getränken wird erweitert, und im Anschluss an den Wettkampf lädt das Gewichtheber-Team seit langen wieder zur Disko in der Sporthalle ein. Am Finaltag soll es zudem eine breite Kollektion an Fan-Artikeln geben. Am Sonnabend werden aus diesem Anlass Muster präsentiert. Erste T-Shirts, Schals sowie Basecaps können vorbestellt werden.