Oschersleben l Die Bodestädter gewannen das Punktspiel gegen den HSV Magdeburg II mit 30:27 Toren. Angesichts der immer länger werdenden Verletztenliste war mit diesem Erfolg nicht unbedingt zu rechnen.

Anfangs agierten die Gastgeber zaghaft. Das änderte sich der neunten Minute: Heiko Wesemeier traf zum 5:3 für den SV Lok. Ab diesem Zeitpunkt bekamen die Bodestädter die Partie besser in den Griff. Beim 10:5 in der 14. Minute nahmen die Gäste eine frühe Auszeit. Die brachte aber nicht die erhoffte Wirkung für die Magdeburger. Denn gerade in dieser Phase war bemerkenswert, dass die in der Abwehr erkämpften Bälle effizient im Tempospiel der Hausherren in Zählbares umgewandelt wurden. Bis zum Seitenwechsel dominierte der SV Lok das Spiel und ging mit einem Sechs-Tore-Vorsprung in die Kabine.

Die Pause tat den Gastgebern offensichtlich nicht gut. Die Abwehr wurde jetzt zunehmend unsicherer und fasste nicht mehr so entschlossen zu wie in der ersten Halbzeit. Auch im Angriff wollte nichts mehr gelingen. Nur zwei Tore in den ersten elf Minuten der zweiten Hälfte sind einfach zu wenig. Die Gäste dagegen waren hellwach. Sie konnten ihren Tempohandball, gestützt auf ihre starke Abwehrkette, jetzt immer besser durchsetzen. In der 41. Minute beim Stand von 21:19 waren die Magdeburger in Schlagdistanz.

Lok-Coach Schulz nahm eine Auszeit, um seine Männer noch einmal zu motivieren. Das half auch prompt. Mit einem energischen Zwischenspurt gelang es den Gastgebern, den Spielfaden wieder an sich zu reißen. Wenige Minuten später stand es bereits 25:19 für die Oschersleber. Als dann kurz darauf Lok-Keeper David Günther einen Strafwurf des Elbestädters Carsten Schulz parierte, ging noch einmal ein Ruck durch die Mannschaft aus der Bodestadt. Die Schulz-Sieben kämpfte jetzt mit großer Einsatzbereitschaft.

Die Gäste verlangten der Heimmannschaft alles ab und zeigten bis zum Schluss eine starke spielerische Leistung. Trotzdem gelang es ihnen nicht mehr, den Rückstand aufzuholen. So blieb es auf Grund der vorbildlichen kämpferischen Einstellung beim verdienten Sieg des Gastgebers.

SV Lok Oschersleben: Günther – Müller (5 Tore), Rödl (8), Wesemeier (11), Staats (1), Rudolph (1), Röhler (2), Kutzner (1), Heyne (1), Rücker, Tobisch, Schuster.

Siebenmeter: 2/2.

Zeitstrafen: 6.