Bad Langensalza l In der Mitteldeutschen Oberliga der Handball-Damen hat sich der TSV Niederndodeleben beim Thüringer HC II nicht für die gute Leistung belohnt und verlor knapp mit 31:32 (15:17).

Minikader des TSV Niederndodeleben

Mit wenig Illusionen und einem Minikader trat die Mannschaft des TSV Niederndodeleben beim Tabellenzweiten an. Am Ende standen die Gäste nach vorbildlichem Kampf ohne Punktgewinn da. Dass sie dem Favoriten mit acht Spielerinnen an den Rand einer Niederlage bringen würde, damit hatte jedoch niemand gerechnet.

Wohl wissend, dass die Aufgabe in der Salza-Halle in Bad Langensalza ohne die beruflich verhinderten Linda und Samanta Umbusch schwer werden würde, hatten sich die Gäste vorgenommen, den Zuschauern ein solides Spiel zu zeigen und den THC-Frauen lange Paroli zu bieten.

Thüringer HC II mit klaren Erfolgen

Die Bundesligareserve hatte klare Auswärtssiege mit zweistelliger Tordifferenz, gegen den HSV Magdeburg (36:19) und BSV 93 Magdeburg (37:23), eingefahren.

Überraschend der furiose Auftakt der Dodeleberinnen. Mit immer wieder schnellem Spiel nach vorn lagen sie nach sechs Minuten 5:1 vorn. Beim 3:8 (9.) sah sich der THC-Trainer genötigt, seine erste Auszeit zu nehmen. Den soliden Vorsprung hielten die TSV-Frauen bis zur zwölften Minute – 5:10.

Thüringer HC II führt zur Pause

Das hohe Tempo hatte Kraft gekostet und gab den Gastgeberinnen die Möglichkeit, besser ins Spiel zu kommen. Die korpulente schwer zu stoppende Kreisspielerin des THC erzielte den 13:13-Ausgleich (21.) und war anschließend noch zweimal an der 17:15-Halbzeitführung der Heimsieben beteiligt. Damit schien das Spiel, in Richtung des Favoriten zu laufen.

Der kämpferische Einsatz der Dodeleberinnen brachte aber bereits kurz nach Wiederanpfiff nicht nur den Ausgleich (17:17/32.), sondern auch die 19:18- später die 20:19-Führung (39.) durch Annika Wilke, die mit insgesamt acht Toren im Spiel an der Kreismitte glänzte.

Kämpferische Leistung

Es war eine Begegnung auf Augenhöhe. Alle Spielerinnen des TSV Niederndodeleben präsentierten sich in Abwehr und Angriff mit anerkennenswerter kämpferischer Leistung. Josephin Suchan parierte wiederholt auch klarste Einwurfmöglichkeiten der Gastgeberinnen und vor ihr agierten mit großem Kraftaufwand ihre Teamkameradinnen aggressiv in der Abwehr.

Veronika Bange übernahm im Angriff immer wieder Verantwortung und war mit 13 Toren erfolgreichste Werferin der Partie.

Entscheidung 20 Sekunden vor Schluss

Es blieb äußerst spannend und die Führung wechselte ständig. Das 26:24 (49.) drehten die Gäste zum 26:28 (54.) und auch beim 28:30 (56.) waren sie einem Auswärtssieg nah. Nach erneutem Ausgleich (31:31/59.) werteten die Schiedsrichter die Abwehrzange gegen die agile Kreisspielerin des THC als Siebenmeterreif. Das ergab 20 Sekunden vor dem Ende aus Sicht des TSV Niederndodeleben eine bittere 31:32-Niederlage.

Unmittelbar nach dem Schlusspfiff nahm Trainer Michael Funke seine mit dem Ergebnis hadernde Mannschaft zusammen und lobte den Auftritt und die intensive Spielweise aller. Das Team hatte gegen die favorisierte Bundesligareserve eine tolle Leistung gezeigt – da waren sich Fans und Zuschauer beider Seiten einig.

TSV Niederndodeleben: Suchan - Wilke 8, Sehls 1, Baudis 1, Funke 3, Bange 13/6, Sprotte 1, Klöppel 4.

Siebenmeter: TSV Niederndodeleben: 7/6, Thüringer HC II: 3/3, Strafzeiten: TSV Niederndodeleben: 3, Thüringer HC II: 4. Schiedsrichter: Frank Meyer, Ralf Petzold, (MSV Dresden).