Am kommenden Wochenende wollen die Kegler des SKV Rot-Weiß Zerbst auch noch den letzten nationalen Titel einheimsen. Dazu müssen sie beim Final Four-Turnier des DKBC-Pokals in Öhringen sowohl morgen im Halbfinale als auch am Sonntag im Finale nochmals zu Höchstform auflaufen.

Zerbst l "Diesen Titel haben wir ja nun schon längere Zeit nicht mehr gewonnen. Da haben wir was nachzuholen. Unser Ziel ist klar definiert. Der Pott muss nach Zerbst." Mit dieser Kampfansage blickt der Zerbster Teamchef Timo Hoffmann auf das Pokal-Finalturnier am Wochenende in Öhringen optimistisch voraus.

"Dieser Abschluss soll natürlich erfolgreich gestaltet werden. Dafür werden sich alle entsprechend motivieren."

SKV-Teamchef Timo Hoffmann.

Und tatsächlich ist der letzte Erfolg im DKBC-Pokal bereits fünf Jahre her. In der vergangenen Runde musste sich der SKV im Halbfinale in Bad Langensalza dem späteren Pokalsieger Victoria Bamberg beugen. Die Bamberger haben aber in dieser Saison nicht im Pokal gemeldet, wollten sich "ganz auf die Meisterschaft und die internationalen Aufgaben" konzentrieren. Dies ist für die Victoria bekanntlich gründlich daneben gegangen.

So ist für die Zerbster, die mit dem achten Meisterschaftstitel ihre international verkorkste Saison retten konnten, der Weg zum Pokaltriumph durchaus etwas leichter geworden.

Im morgigen Halbfinale trifft der SKV ab 14 Uhr auf den SC Regensburg. Der Gegner erreichte in der vergangenen Saison in der Bundesliga 200 Wurf einen beachtlichen sechsten Platz, wechselt jedoch zur kommenden Spielzeit in den 120-Wurf-Bereich, in die zweite Bundesliga.

Im Pokal haben die Oberpfälzer mit Rudolstadt, Schrezheim und Engelsdorf drei Zweit-Bundesligisten aus dem Rennen geworfen. Sie sind trotz guter Kegler in ihren Reihen sicher Außenseiter gegen den deutschen Meister.

"Die Auslosung der Halbfinals ist uns sicher auch ein wenig entgegen gekommen. Ohne die Regensburger zu unterschätzen, es hätte uns mit Schwabsberg und Amberg durchaus härter treffen können", so Hoffmann zum Halbfinalgegner. "Allerdings wissen wir auch, dass wir, wenn wir den Pokal gewinnen wollen, sowieso jeden Gegner ernst nehmen und schlagen müssen. Unser Selbstvertrauen, auch gerade nach den erfolgreich verlaufenen Einzelmeisterschaften ist entsprechend groß."

Im ersten Halbfinale kommt es ab 11 Uhr zu einem Bundesliga-Duell. Der FEB Amberg, um den ehemaligen Zerbster Jürgen Zeitler, trifft hier auf den letztjährigen Pokalfinalisten KC Schwabsberg. Im Kampf zweier starker 120-Wurf-Teams scheint der Ausgang des Spiels völlig offen. In der Liga haben die jungen Schwabsberger zweimal gegen Amberg gewonnen. Allerdings hat gerade Zeitler zuletzt mit der Silbermedaille bei den deutschen Einzelmeisterschaften seine momentane Spitzenform präsentiert.

Fragt man den Zerbster Kapitän nach der personellen Ausrichtung seines Teams zum Saisonabschluss, hält er sich noch etwas bedeckt: "Vielleicht werden wir am Sonnabend wieder die Spieler auf die Bahnen lassen, die schon die ganze Pokalsaison so positiv bestritten haben. Allerdings ohne dabei ein Risiko einzugehen. Aber die Jungs, wie Cosmin Craciun, Robert Heydrich und Martin Herold sind sicher stark genug. Am Sonntag, sollten wir das Finale erreichen, steht dann mit Sicherheit unser bestes Team auf der Bahn."

Hoffmann will das Pokalwochenende auch als "gemeinsamen Abschluss der Saison" nutzen: "Da kommen wir alle nochmal zusammen. Und dieser Abschluss soll natürlich erfolgreich gestaltet werden. Dafür werden sich alle entsprechend motivieren."