Lübs l Aufgrund einiger Ausfälle musste VfL-Trainer Andreas Schunke das Team neuformieren. Obwohl sich die Gehrdener viel vorgenommen hatten, wurde „die erste Halbzeit verschlafen“, was den Banker „sehr geärgert hatte“. „Wir waren nicht richtig am Gegner dran, haben keine Zweikämpfe angenommen und zu viele individuelle Fehler gemacht. So kann man nicht auftreten, schon gar nicht gegen Gerwisch. Da hat jeder seinen Scheffel zu tragen und jeder hat Fehler gemacht.“

Denn die Gäste nutzten die Fehler gnadenlos aus und erzielten zwischen der 17. und 39. Minute durch Felix Kattner, Jonas Colin Laue und Fabian Krause drei Treffer zur 3:0-Halbzeitführung. „Eigentlich hätte es schon 5:0 für Gerwisch stehen müssen“, gab „Schunki“ zu.

In der zweiten Halbzeit besaß der VfL die große Chance zum 1:3-Anschlusstreffer. Im Gegenzug zeigte erneut Laue, wie es geht und erhöhte in der 59. Minute auf 4:0.

Alle, die dachten, jetzt wird das Debakel für die Heimelf perfekt gemacht, sahen sich getäuscht. Denn der VfL blies zur Aufholjagd. Zuerst traf Tino Raugust in Minute 67. zum 1:4. Sechs Minuten später stand Dominic Engel goldrichtig und netzte zum 2:4 ein. Erneut Raugust verwandelte dann einen Elfmeter zum 3:4 (90.). Dabei blieb es auch.

„Wir haben dann mehr gemacht, gezeigt, dass wir mithalten und auch Tore schießen können. Aber wir müssen noch viel lernen, was das Positive an der Niederlage war“, sagte der Trainer. „Wenn man zwei so unterschiedliche Halbzeiten hat, kann man daraus lernen. Bei absolutem kollektivem Versagen gibt es halt was auf die Mütze. Aber man kann so ein Spiel auch fast drehen, wenn man einfach mal dagegen hält. Das hatte die zweite Halbzeit gezeigt. Leider kam es etwas zu spät. Ein 3:4 nach einem 0:4 hört sich gut an, aber am Ende ist es nichts“, so der Lübser, der auch klar anerkannte, dass „Gerwisch verdient gewonnen hatte“.

SV Lok Jerichow nächster Gegner

Der VfL kann jetzt erst einmal bis zum 3. Oktober durchatmen und seine Wunden lecken. Dann muss er auswärts beim heimstarken SV Lok Jerichow antreten, der das Spiel aufgrund eines anstehenden Festes mit Zustimmung der Gehrdener auf den Tag der Deutschen Einheit verlegt hatte.

VfL Gehrden: Böttge – Konstabel (75. F. Schunke), Rehse, Häntze, Baumgart, M. Kuske, N. Kuske, Raugust, Beutner, M. Schmidt (60. Rettschlag), Engel; SR: Dietmar Fähse (JL); ZS: 65.