Volksstimme befragte den Abteilungsleiter Fußball und Stürmer des Teams, Eric Metzker, wie er die Saison sah und wie es in der neuen Spielzeit 2019/20 weiter geht.

Volksstimme: Ihre Kreisoberliga-Mannschaft sicherte sich als Aufsteiger gleich einen Top-Ten-Platz. Sind Sie mit der Saison zufrieden?
Eric Metzker:
Grundsätzlich können wir zufrieden sein, da es unser erstes Jahr in der Kreisoberliga war. Jedoch muss ich klar sagen, dass wir uns eine Top-5-Platzierung zugetraut hatten. Dass wir das nicht erreicht haben ist ärgerlich, aber das hatte auch seine Gründe.

Vor allem die Hinrunde war mit Rang drei sehr stark. In zwölf Partien gab es nur zwei Niederlagen. Welche Gründe gab es, dass es in der Rückrunde nicht mehr ganz so hervorragend aussah?
Gerade in der Rückrunde hatten wir extremes Verletzungspech. Ich weiß, dass es eine einfache Variante ist, das schlechte Abschneiden auf die Verletzungen zu schieben. Aber es ist ganz egal, in welcher Liga man spielt. Wenn man so viele Ausfälle von essentiellen Stammspielern verkraften muss, kann das keiner so einfach kompensieren. Uns sind über Monate hinweg Spieler aus allen Mannschaftsteilen durch schwere Verletzungen weggebrochen und so war es für uns extrem schwierig, Kontinuität zu gewinnen. Aber gerade in letzter Zeit, als ein paar Spieler zurückgekehrt waren, war ein klarer Aufwärtstrend erkennbar ud daran wollen wir anknüpfen.

Was lief besonders positiv und was lief nicht so, wie gedacht?
Allgemein kann ich nur Positives sagen. Der Zusammenhalt in unserer Mannschaft wächst von Jahr zu Jahr immer mehr. Es ist schön zu sehen, wie sich die Mannschaft spielerisch und persönlich entwickelt. Ich denke, gerade die Unterstützung der ehemaligen FSG Steutz/Leps hat uns enorm geholfen, weil die vier Spieler, die dazu gestoßen sind, jede Menge Kreisoberliga-Erfahrung hatten. Das hat uns viel flexibler gemacht und dadurch haben wir auch an Stabilität gewonnen. Positiv ist auch, dass wir drei C-Lizenztrainer stellen können. Ich denke, bei allen Dreien ist Potenzial für mehr da. Und das werden wir als Verein unterstützen. Gerade Mario Fricke, der einen super Job macht, ist für unsere Mannschaft der richtige Typ. Wir sind eine junge Mannschaft, kommen alle super mit ihm zurecht und er ist ideal, um uns weiter zu bringen. Und man merkt, dass es menschlich zwischen Trainer und Spielern sehr gut passt.

Und für Sie persönlich als Spieler?
Für mich persönlich hätte ich mir die Saison ein bisschen anders vorgestellt. Ich hatte aufgrund von verschiedenen Verletzungen ganz schön viel verpasst. Ich hoffe, dass sich das in der nächsten Saison ändert und ich wieder mehr mithelfen kann.

Was wollen Sie in der neuen Saison besser bzw. anders machen?
Wir haben jetzt einen Kader von 27 Spielern, davon zwei Torhüter und nur Florian Aderholz fällt noch länger aus. So hat Mario Fricke die Qual der Wahl. Hier gilt es, eine gesunde Mitte zu finden und die Spannung von Woche zu Woche hochzuhalten. Wichtig wird sein, dass wir an Kontinuität gewinnen und dann müssen wir sehen, wie sich das neue Spieljahr in der Kreis- oberliga gestaltet. Wir wollen versuchen, jedes Spiel erfolgreich zu absolvieren. Dass das nicht immer funktioniert ist logisch. Dafür sind wir eine junge Mannschaft. Und wir haben auch ein richtig unangenehmes Auftakt-Programm. Ich denke, nach den ersten vier Spielen werden wir sehen, wo die Reise hingeht. Der Aufstieg spielt definitiv keine Rolle. Wenn es soweit ist und wir stehen am Tag X da oben, dann ja.

Wird es dazu personelle Veränderungen geben?
Ich hätte mir für Mario Fricke einen Co-Trainer gewünscht und hoffe, dass sich in der Zukunft noch etwas ergibt. Sonst stehen ihm Spieler wie Fabian Schmidt oder unsere beiden neuen C-Lizenztrainer unterstützend zur Seite, so wie ich auch. Ich freue mich besonders auf Max Schulze (vom SC Nedlitz), der endlich den Weg zu uns gefunden hat und da versprechen wir uns natürlich eine Menge. Ich denke, gerade er hat in der Landesklasse bewiesen, was er kann und das wird uns ungemein helfen. Außerdem stoßen zu uns Sebastian Leps und Christoph Beckmann (beide vom TSV Rot-Weiß Zerbst). Beide haben Kreisoberliga-Erfahrung und zum Teil auch schon Landesklasse-Erfahrung. Das kann uns nur nach vorn bringen.

Ihre zweite Mannschaft spielt erneut in der Kreisliga Anhalt, jedoch wurde dazu eine neue Spielgemeinschaft Dobritz/Garitz/Leps/Nedlitz gegründet. Was veranlasste Sie zu diesem Schritt?
Es war klar, dass wir aufgrund unseres großen Kaders eine zweite Mannschaft brauchen. Im letzten Jahr konnten wir die Zweite nicht so unterstützen wie gewünscht, weil wir viel zu viele Verletzte hatten. Ursprünglich war unser Plan, als SG Dobritz/Garitz/Leps an den Start zu gehen. Kurz vor Toresschluss kam Eduard Hahn vom SC Nedlitz auf mich zu, die ein ähnliches Problem haben wie wir. Sie haben nur acht, neun Spieler, die hinten runter fallen würden. So war es das Sinnvollste, als SG Dobritz/Garitz/Leps/Nedlitz an den Start zu gehen. Ich denke, es ist extrem wichtig, für alle Ergänzungsspieler, dass solche Vereine wie Garitz oder Nedlitz eine zweite Mannschaft stellen.

Welche Zielstellung verfolgen Sie mit dieser neuen Spielgemeinschaft?
Für mich ist es wichtig, dass die Spieler der vier Vereine gut harmonieren und sich daraus auch ein guter Zusammenhalt, auch auf dem Feld, entwickelt. Und ich bin da guter Dinge.

Sie suchten dafür einen Betreuer. Gibt es da Fortschritte bzw. wer hat den Hut auf?
Hier hat sich noch nichts Neues ergeben, aber ich denke, wenn die Urlaubszeit vorbei ist, wird sich das klären. Ich bin da optimistisch.

Was wünschen Sie sich für die neue Serie?
Ich wünsche mir eine spannende Kreisoberliga-Saison, in der wir als Fortschritt Garitz natürlich eine gute Rolle spielen. Außerdem wünsche ich mir, dass wir, nicht wie im letzten Jahr, von Verletzungen verschont bleiben. Dann werden wir sehen, wo unsere Reise und die Reise der neuen SG in der Saison hingeht.