Im Derby der Fußball-Kreisoberliga konnte sich die FSG Steutz/Leps gegen den Walternienburger SV (WSV) mit 2:0 (1:0) durchsetzen.

Steutz l Vom Kader her sah es am Sonnabend für den WSV gar nicht so schlecht aus. Von der Stammelf fehlten verletzungsbedingt Görisch und Sommer, die sehr vermisst wurden.

In den ersten 45 Minuten spielte der WSV gut. Er hatte mehrere kleine Möglichkeiten durch Hahn, Schröter, Kuhle und Böning, aber leider konnte keiner von ihnen seine Chancen nutzen. In der 35. Minute hatten die Gäste Glück, als eine strittige Situation im Strafraum nicht zum Elfmeter führte.

Alle rechneten mit dem Halbzeitpfiff, als sich die Ereignisse überschlugen. Kurz vor der Pause bekam die FSG einen Freistoß zirka 30 Meter vor dem Tor. Dieser kam genau zu Moller und er schoss, unhaltbar für Torwart Mirko Deistler, ins Netz.

Vom Anstoßpunkt an versuchte der WSV noch einen Angriff zu starten. Dieser wurde von Rummel durch Foulspiel unterbunden und der Schiri bestrafte ihn mit einer roten Karte. Mit etwas mehr Fingerspitzengefühl hätte es auch Gelb geben können.

Wer nun dachte, dass es in der zweiten Halbzeit ein Vorteil für die Walternienburger wäre, gegen zehn Mann zu spielen, sah sich getäuscht. In den ersten zehn Minuten war es nur die FSG, die mehrere gute Möglichkeiten hatte. In dieser Phase konnte sich der WSV bei Torwart Deistler bedanken, dass es beim 1:0 blieb. In der 60. Minute war es Plantikow, der das 1:1 auf dem Fuß hatte, aber er schoss aus fünf Metern über das Tor.

Tor ist nicht zu verhindern

Nun plätscherte das Spiel 20 Minuten so dahin. Die Walternienburger wollten, konnten aber die Überzahl nicht nutzen. Die FSG verlagerte sich aufs Kontern. Einer dieser Konter führte in der 80. Minute zum 2:0. Trotz Überzahl in der Abwehr spielte die FSG über drei Stationen den Ball so schnell, dass der WSV keine Chance hatte, das Tor zu verhindern.

Auch danach waren es die Gastgeber, die noch zwei Möglichkeiten hatten, um das Ergebnis nach oben zu schrauben. Aber mit Deistler im Tor stand der beste Mann des WSV auf dem Platz.

Aufgrund der Tatsache, dass die Heimmannschaft eine Halbzeit in Unterzahl spielen musste, die besseren Chancen besaß und aufopferungsvoll kämpfte, hatte sie sich diesen Sieg verdient. Aber für den WSV geht die Welt trotzdem nicht unter. Immerhin stehen noch vier Mannschaften hinter dem Team. Dass der WSV als Aufsteiger nicht der Überflieger sein wird, war den Verantwortlichen klar.

Jetzt gilt es allerdings, in der Winterpause gewisse Dinge anzusprechen und aufzuarbeiten, so dass in der Rückserie mit neuem Selbstvertrauen gestartet werden kann. In der Mannschaft steckt auf jeden Fall mehr Potenzial, als es der Tabellenstand aussagt. Daher sind sich alle sicher, zum Saisonende weiterhin in der Kreis- oberliga zu sein. Der WSV dankt seinen treuen Fans und Zuschauern und vor allem den Sponsoren.

Walternienburg: Deistler - Gramsch, Elze, Fricke, Metzker, Hahn, Jobs, Böning, Plantikow, Kuhle, Schröter.