Wansleben am See (dae) l Für die Verbandsliga-Handballer des HSV 2000 Zerbst sind die fremden Sporthallen in dieser Saison ein mehr als schlechtes Pflaster. Beim BSV Fichte Erdeborn war für die Zerbster am vergangenen Sonnabend wieder einmal nichts zu holen. Ohne Hohmann, Wust, Krüger, Kämpfer, Natho und Trainer Weber mussten die verbliebenen Spieler die Reise eine 25:41 (13:21)-Niederlage einstecken.

Erstaunlich gut verkauften sich die Spieler in den ersten 20 Minuten und hielten stark dagegen (10:9). Die Gastgeber hätten sich auch nicht beschweren dürfen, wenn zwei ihrer Spieler schon sehr zeitig zum Duschen geschickt worden wären. Wa- rum die beiden Schiedsrichter die zwei sehr brutalen Fouls an Spielmacher Erik Lewin und Jens Borchers nicht mit der folgerichtigen roten Karte bestraften, wird ihr Geheimnis bleiben.

Dennoch kamen die Zerbster immer wieder zu Toren und ließen den Gastgeber nicht davon ziehen. Doch in den letzten zehn Minuten war der HSV dann hoffnungslos überfordert. Ohne richtige Ideen im Angriff und schwacher Deckung erlaubten sie dem Gegner, den Vorsprung bis zur Halbzeit auf 21:13 auszubauen.

Rot für Spielmacher Lewin

In der Halbzeit wurde besprochen, dass vorne nicht mehr unmotiviert abgeschlossen und in der Deckung besser gearbeitet werden sollte. Die guten Vorsätze hielten lediglich drei Minuten. Dann musste Lewin für ein ähnliches Foul, das in der ersten Hälfte beim Gastgeber nur mit zwei Minuten bestraft wurde, das Feld mit der roten Karte verlassen.

Das Spiel war ab diesem Punkt gelaufen und die Zerbster kamen nur noch gelegentlich zu guten Aktionen.

An diesem Tag kam alles zusammen. Würfe, die sonst sicher ihr Ziel finden, blieben ohne jeden Erfolg. Einzig Ralph Steffen schaffte mit sicher verwandelten Siebenmetern und Sprungwürfen noch einige Erfolgserlebnisse.

Am Ende war der Sieg der Hausherren ohne Frage völlig verdient. Beim HSV muss man sich jedoch hinterfragen, warum man nach guter Leistung gegen Steuden auswärts mal wieder mit einem Minikader antreten musste und sich die so folgerichtige Klatsche abholte.

Auch von den gestandenen Spielern wie Mathias Krümmling, David Maerten und Erik Lewin muss in solch einem Spiel mehr kommen. Ohne eine gute Manschaftsleistung können die Zerbster auswärts einfach nicht gewinnen.

Am Sonnabend wird das Punktspiel gegen den SV Anhalt Bernburg II nachgeholt. Um 13.30 Uhr kämpft der HSV in der Sporthalle "Bruno Hinz" in Bernburg erneut um Auswärtspunkte.

HSV Zerbst: Engler, Haberland - Steffen (12/7), Pöls (1), Lewin (1), Krümmling (2), Borchers (2), Tiepelmann (7), Maerten, Markmann.