Zerbst l Für die einen war es dieses Mal Premiere, Wettkampfluft zu schnuppern. Nachdem im letzten Jahr die Kinderabteilung wieder belebt wurde und seitdem tüchtig trainiert wird, durften die jungen Nachwuchssportler, zum Teil verstärkt durch ihre Eltern, zum ersten Mal ein Turnier bestreiten. Für die anderen Teilnehmer, die aktiven Seniorinnen und Senioren, war es das Umsetzen eines guten Vorsatzes, ein Fitnesstest oder der Wiedereinstieg nach Krankheit oder Verletzung. Jeder hatte sein persönliches Ziel.

So gingen insgesamt rekordverdächtige 34 Teilnehmer an die Netze: 20 Sportler aus dem aktiven Trainingsbetrieb und 14 Teilnehmer aus der Kinder-Eltern-Abteilung. „So viele waren wir noch nie. So können die Nachwuchssportler und deren Eltern die alten Hasen der Abteilung Badminton kennenlernen und umgekehrt. Ich freue mich über diese positive Überraschung. Besser kann das Jahr 2019 für die Abteilung Badminton nicht starten“, kommentierte Abteilungleiterin Petra Herthum.

Gespielt wurde im Schleifchenmodus, nach dem Zufallsprinzip ausgelost. In der Gruppe A spielten alle aktiven Erwachsenen in sechs Vorrunden mit je zehn Minuten. Da das Niveau auch im Trainingsbereich sehr ausgeglichen ist, waren spannende Sätze zu erwarten. Favoriten gab es keine.

Konstante Leistungen während des gesamten Turniers zeigten Tom Machnitzke, Matthias Käsebier und Andreas Schmohl, die jeweils sechs bzw. fünf Siege erreichten. Erhebliche Leistungssteigerungen waren von Mathias Simon, Frank Johannes und Stefan Riemschneider mit je vier gewonnenen Schleifchen zu beobachten. Kampfgeist und ansehnliche abwechslungsreiche Spielzüge waren merklich sichtbar. Der Männerbereich hat sich damit wieder ein Stück stärker etab- liert.

Dagmar Machnitzke

Bei den Damen fielen insbesondere Dagmar Machnitzke und Ines Beelitz durch ihre angriffslustigen Schmetterbälle auf.

Im Halbfinale setzten sich Andreas Schmohl/Mathias Simon sowie Tom Machnitzke/Matthias Käsebier gegen Stefan Riemschneider/Petra Herthum und Andreas Wesenberg/Frank Johannes durch. Viele lange Ballwechsel ließen am Ende die Kondition über den Sieg entscheiden. Das Dreisatz-Finale gewannen Machnitzke/Käsebier nach hartem Schlagabtauch, Schmohl/Simon fehlte nur ein Quäntchen Glück. Platz drei erkämpften Wesenberg/Johannes.

In der Gruppe B, der Kinder-Eltern-Abteilung, war es vom ersten Schlag an aufregend. Das bisher Erlernte wurde erstmalig im Wettkampfsystem ausprobiert, auf die Spielregeln und das Zählsystem konzentriert und die Familie saß auf der Zuschauerbank. Das wichtigste war jedoch, den Ball richtig zu treffen, zu laufen und immer wieder zu kämpfen.

Jeweils ein Elternteil und ein Badmintonkind bildeten gemischte Doppel, die sich ebenfalls in sechs Vorrunden gegenüberstanden. Bruno Ernst und Conrad Stöhr zeigten, dass man bereits nach wenigen Trainingseinheiten schon tolle Ballwechsel hinbekommen kann.

Delia Müller und Lena Brademann gingen sehr konzentriert vor und konnten kaum das nächste Spiel erwarten. Jan Brademann dagegen nutzte seine Größe im Spielfeld optimal aus. Immer bei der Sache und mit großer Freude dabei ist Nele Ernst. Am längsten trainiert schon Olaf Früchtel. Er ist immer noch mit großer Begeisterung dabei und kann seine Gegner schon ein bisschen austricksen.

Sein vielfältiges sportliches Talent zeigte Danilo Herrmann. Er steigerte sich sogar noch im Turnierverlauf. Auch die Eltern wurden tüchtig gefordert und kamen mehr als ihre Kinder ins Schwitzen, nicht nur im Spielfeld, sondern auch am Rand beim Daumendrücken und Anfeuern.

„Spaß, Spannung, Kampfgeist, tolle sportliche Leistungen und eine super Atmosphäre. Was will man mehr. Besser konnte das Jahr 2019 nicht starten“, so der einstimmige Kommentar des Vorstandes. „Diese positive Entwicklung lässt weiterhin auf ein Erstarken des Badmintonsports in der Region hoffen. Mal sehen, wo wir am Jahresende stehen.“