Zerbst l Darunter neue Sportfreunde, wie BSV Markranstädt, UDV Jena, SV Auerbach 05 und HSV Medizin Magdeburg. Aber auch viele bekannte Gesichter aus Merseburg, Dessau und Heyrothsberge gingen auf das Badmintonparkett. Gekämpft wurde um den begehrten Heimatfest-Pokal und Sachpreise, die dankenswerter Weise vom Bürgermeister der Stadt Zerbst, den Stadtwerken Zerbst und dem TV Gut Heil Zerbst gesponsert wurden.

Bürgermeister eröffnet

Bürgermeister Andreas Dittmann, Übungsleiter Hilmar Pfeiffer und Nachwuchstalent Olaf Früchtel sowie der Sportfreund Christoph Melle eröffneten das Turnier mit Aufschlag und Ehrenpunkten. „Es ist schön, wieder hier zu sein und das traditionelle 14. Turnier zu eröffnen. Ich begrüße die sportlichen Aktivitäten hier in der Region, insbesondere die Sportarten, die schon eine lange Tradition haben und sich immer wieder neu engagieren und mit der Zeit gehen“, so Dittmann.

Sechs Vorrunden

In sechs Vorrunden wurde im Doppel jeweils zehn Minuten um die Siegerpunkte gekämpft. Per Zufall wurden Partner und Gegner in jeder neuen Runde durch Lose zusammengefügt und jede Paarung, egal ob Damen-, Herren- oder Mixdoppel musste sich immer wieder schnell zurechtfinden und die Schwächen des Gegners erkennen.

Bilder

Gespielt wurde in zwei Spielklassen, Klasse A (Turnierspieler Landesklasse) und Klasse B (Freizeitspieler). Darunter auch Susi Spiegel, die mehrfache Deutsche Altersmeisterin, die sich nun mit 85 Jahren mit diesem Turnier von der Zerbster Bühne verabschiedete. Durch ihre sportliche Fitness - immer noch in Klasse A startend - und Spielfreude ist sie für viele Vorbild für den aktiven Sport in späteren Lebensjahren. Alte Hasen stießen so auf Frischlinge, so dass eine faire sportliche, ein bisschen familiäre, aber auch total spannende Atmosphäre durch die Turnhalle floss.

In der Klasse B, in die sich sieben Zerbster Spieler eintrugen, fielen Matthias Simon, Tom Machnitzke, Christoph Melle und Burkhardt Naw- rath durch ihre konstante Spielweise auf. Neben Carolin Glang und Bernhard Wesenberg zeigten sie nicht nur, wieviel Spaß Badminton machen kann, sondern dass der Badmintonsport in Zerbst im Aufwärtstrend ist.

Nach den sechs Vorrunden hatte Melle genügend Schleifchen für das Halbfinale gesammelt. Machnitzke, Glang und Simon mussten ins Stechen, in dem sich lediglich noch Machnitzke durch ein Einzelsatz-Spiel qualifizierte.

Mit letzten Kraftreserven

Die Endrunden wurden mit feststehenden Partnern und kompletten Gewinnsätzen ausgetragen. So standen sich Machnitzke/Mende und Ebert/Pietsch sowie Melle/Krüger und Arnold/Nettelmann gegenüber. Bei den Sauna-Temperaturen, die allmählich in der Halle herrschten, waren nun Kondition, Konzentration und ein gesunder Kreislauf ausschlaggebend.

Am Ende setzten sich im Finale Machnitzke/Mende in drei Sätzen haarscharf gegen Arnold/Nettelmann durch. Dazu mussten auch die letzten Kraftreserven mobilisiert werden.

Der Sieger der Klasse B wird im nächsten Jahr der Herausforderung, in der Klasse A zu spielen, gegenüberstehen.

Sieben heimische Spieler

Die Herausforderung, um den beliebten Heimatfestpokal zu kämpfen, nahmen auch sieben heimische Badmintonspieler in der Klasse A an und gingen an die Netze.

Matthias Wilke, Hilmar Pfeiffer, Frank Johannes, Uwe Klitsch, Matthias Käsebier, Günther Beelitz und Petra Herthum stellten sich den Herausforderungen der A-Klasse, jedoch war das Los- und Spielglück nicht immer an ihrer Seite. Jeder Punkt musste mühsam erkämpft werden. Dazu kam noch, dass aufgrund der hohen Temperaturen in der Halle die Bälle schneller als üblich flogen und dadurch serienweise ins Aus gingen. Hier waren Spiel- erfahrung und viel Geschick oftmals das Zünglein an der Waage.

Beim Stechen der Herren mit der gleichen Siegeranzahl hatte Beelitz das Nachsehen. Die Sportfreunde Käsebier und Rippentrop gewannen.

Neben den Sportfreunden Günther und Heinz ging es ins Halbfinale, das auch mit festen Partnern ausgetragen wurde.

Mit sechs bzw. fünf Schleifchen sammelten bei den Damen Petra Herthum und Yvonne Schwammbach genügend Punkte für die Endrunde. Susi Spiegel verzichtete mit drei Siegrunden auf das Stechen, so dass die beiden folgenden Damen nachrücken konnten.

Nach dem Zufallsprinzip standen sich im Halbfinale auf der einen Seite Heinz/Her- thum und Rippentrop/Schulz gegenüber. Das Mixed Heinz/Herthum kam nach anfänglichen Absprachefehlern immer besser ins Match und gewann.

60 Jahre Badmintonverein

Auf der anderen Seite kämpften Günther/Schwammbach gegen Käsebier/Weber hart in drei Sätzen, wobei der Zerbster Käsebier mit seiner Partnerin am Ende knapp unterlag.

Im folgenden Spiel um Platz drei fuchsten sich beide ein und nutzten die letzten Kraftreserven, um Platz drei zu erklimmen.

Im Finale entschieden Heinz/Herthum nach schweißtreibendem Schlagabtausch gegen Günther/Schwammbach das Spiel für sich. Bei der extremen Hallentemperatur war nur noch mit starker Konzentration und Taktik zu punkten. Zuletzt hatte Heinz die größten Kraftreserven.

Sporthalle brodelt

Nicht nur die tropischen Temperaturen, auch die spannenden Ballwechsel und badmintonspezifischen Fachfragen und Turnier-Anekdoten ließen die Halle brodeln.

Schöne und spannende Spiele weckten sowohl bei den Spielern als auch bei den Zuschauern ringsherum die Lust nach mehr Badmintonspielen. Der Zerbster Badmintonverein wird in diesem Jahr 60 Jahre und blickt auf eine abwechslungsreiche Sportgeschichte zurück. Am 17. November wird es dazu eine Festveranstaltung mit allen Aktiven und ehemaligen Spielern des Vereins geben.

Eine nette Geste gab es noch am Rande: Bekannte ehemalige Spieler des Vereins übergaben eine Spende zur Unterstützung des Nachwuchses.

Die Zerbster erwiesen sich als tolle Gastgeber, aber auch als starkes Team. Nicht zuletzt die super Cafeteria-Versorgung, die Tombola und das Schätzspiel waren Gradmesser für die 14. Auflage des Turniers. Die ersten Spieler haben ihre Anmeldungen für das nächste Jahr bereits abgegeben.

Mit Spielern, Turnierleitung und Cafeteria waren 23 Zerbster Sportler im Einsatz, die mit Freude und viel Engagement dabei waren. Dank gilt allen Helfern und Beteiligten, die zu dem guten Gelingen beigetragen haben.

Besonderer Dank gilt den Sponsoren, dem TV Gut Heil Zerbst, der Stadt Zerbst, den Zerbster Stadtwerken, dem dm-Markt Zerbst und der Bäckerei Schäfers.