Zerbst l Die Basketballer vom TV „Gut Heil“ Zerbst können sich über viel Nachwuchs freuen. Großen Anteil hat daran das Kinder- und Jugendtraining. Ein Trainer ist Jonas Gotzmann, selbst Stammspieler der ersten Herrenmannschaft, die in der Bezirksliga spielt. Volksstimme sprach mit dem 21-Jährigen, der im Februar seine Ausbildung als Mechatroniker in der Wema Zerbst beenden möchte.

 Volksstimme: Seit wann sind Sie Trainer im Nachwuchsbereich?

Jonas Gotzmann: Meinen Trainerschein habe ich 2016 gemacht und ich trainiere die U16-Mannschaft seit knapp einem Jahr.

Seit wann spielen Sie selbst aktiv Basketball?

Seit zirka 2012 bin ich beim Basketball, habe damals selbst in der Jugend gespielt und dann später im Herrenbereich.

Wie kamen Sie zu diesem Sport?

Durch den Schulsport bei Herrn Gohl bin ich zum Basketball gekommen. Es hat mir immer großen Spaß gemacht und so bin ich bis heute dabei geblieben.

Wie viele Kinder und Jugendliche trainieren Sie zur Zeit?

In unserer U16-Mannschaft sind es zirka 15 Leute, wenn alle da sind. Neun bis zehn Spieler sind immer da und wir trainieren zweimal pro Woche. Jeweils dienstags findet das Kindertraining statt. Da sind zirka 20 Grundschulkinder von der ersten bis zur vierten Klasse dabei.

Das ist ein ganz schöner Zulauf. Könnten es noch mehr Kinder sein?

Mehr geht immer, aber in der Sporthalle (Sportzentrum Nord – d. Red.), die geteilt wird, ist es schwierig. Wir sind zwei Trainer, Pascal Schneider und ich, die meistens das Training leiten. Und die Halle ist sehr klein. Gerade Kinder im Grundschulalter müssen viel rennen. Kapazität für ein paar Leute ist noch da. Wenn wir die ganze Halle zur Verfügung hätten, wäre es natürlich einfacher.

Die U16-Mix-Mannschaft nimmt am Spielbetrieb in der Bezirksliga teil. Was ist noch möglich in dieser Saison?

Diese Saison ist erstmal nur zum lernen da. Wir sind in der U16-Liga mit sehr sehr starken Mannschaften aus Halle, Halberstadt oder Aschersleben und die Ergebnisse waren ziemlich deutlich. Eigentlich sind wir vom Alter her noch eine U14-Mannschaft. Viele sind erst elf oder zwölf Jahre alt. Zur Hälfte sind Mädchen dabei. Da verlieren wir deutlich in dieser Saison, aber es ist eine Lernerfahrung und für ihr Alter schlagen sie sich super. Sie setzen sich schon gegen stärkere und ältere Spieler durch. Wir müssen so viel wie möglich trainieren und vielleicht können wir dann im nächsten Jahr schon mit angreifen.

Eigentlich gibt es keinen besseren Lerneffekt. Haben Sie das auch so erfahren?

Ich hatte mal meine Ergebnisse aus dem Jugendbereich mitgebracht, um den Kindern zu zeigen, wie es bei mir war. Denn bei uns war es damals ähnlich. Daraus lernt man und irgendwann wird es leichter und erfolgreicher. Wichtig ist es, mit den Niederlagen umgehen zu können und dass die Kinder trotzdem Spaß haben und dabei bleiben.