Delitzsch l Bei den Juniorinnen bewies Angie Alrich bis 57 kg einmal mehr, dass sie ihre im harten Training erarbeiteten Leistungen im Wettkampf auch umsetzen kann. Sie verlangte ihrer gleichwertigen Gegnerin Lolle Ochsmann aus Oschatz alles ab und so stand der Kampf ständig auf Messers Schneide.

Die wieder zahlreich angereisten Zerbster Boxsport-Anhänger sowie die vielen Zuschauer warteten nun gespannt auf das Urteil des Kampfgerichts, welches sich jedoch nicht einig war und so ein Unentschieden verkündet wurde, womit beide sowie auch ihre Trainer Christian Friedrich und Artur Hemmerling zufrieden waren.

Gelungene Feuertaufe

Bei den „Elite-Männern“ bis 75 kg stieg Stefan Teubner in den Ring. Gegen den schlagstarken und variabel boxenden Artur Kalausin aus Hoyerswerda musste Teubner schon all seinen Mut und all sein Können aufbringen, um sich ein ebenfalls gerechtes Unentschieden zu erkämpfen.

Nicht so gut lief es bei den Junioren bis 70 kg für Igen Becker. Gegen Nick Winkler aus Sangerhausen musste er zum Ende der zweiten Runde einen harten Leberhaken einstecken. Er stellte sich aber wieder zum Kampf, konnte das Ruder nicht mehr herumreißen und verlor so einstimmig nach Punkten.

Alles in Allem aber war es ein gelungener Auftritt der Zerbster Boxsportler sowie ihrer Trainer Torsten Ruhmer und Karsten Becker.

Am vergangenen Samstag folgten die aktiven Boxerinnen und Boxer dann einer Einladung anlässlich des 70-jährigen Bestehens des Boxclubs Merseburg. Mit Danilo Herrmann, Ben Heinecke, Justin Herbst, Michelle Plath und Zoe Alrich kamen fünf Sportler zum Einsatz.

Leider war sich das Kampfgericht bei den meisten Kämpfen sehr uneinig. Dieses bekamen vor allem Danilo und Justin zu spüren. Ein krasses Fehlurteil gab es für den zehnjährigen Danilo, der Rick Winkler aus Sangerhausen drei Runden ganz klar beherrschte, sich jedoch mit einem Unentschieden begnügen musste.

Ein gerechtes Unentschieden erkämpfte sich bei den Juniorinnen bis 50 kg Michelle Plath in ihrem ersten Wettkampf gegen Alina Negwer aus Oschatz. Eine gelungene Feuertaufe für Michelle.

Bei den Schülern bis 35 kg konnte Ben Heinecke seine guten Trainingsleistungen nicht abrufen und verlor gegen Gabriel Timothy aus Bitterfeld klar nach Punkten. Ben wusste aber gleich nach dem Kampf, wo seine Fehler lagen und wird im nächsten Wettkampf versuchen, diese abzustellen.

Ein klares Fehlurteil gab es dann wieder bei den Kadetten bis 65 kg für Justin Herbst. Sein Gegner Gaffar Steinmann aus Berlin deckte ihn derart mit unsauberen Schlägen ein, so dass diese ihre Wirkung nicht verfehlten. Der Ringrichter ahndete die unsauberen Schläge nicht mit einer Verwarnung. Im Gegenteil. Er nahm Justin zum Unmut aller Anwesenden nach einem wiederum mit der Innenhand geschlagenen Härtetreffer des Gegners aus dem Kampf.

Zoe klar überlegen

Zoe Alrich kam bei den Juniorinnen bis 57 kg gegen Jenny Marscholleck von Wismut Gera an die Reihe. Zoe zeigte durch eine sehr gute technisch-taktische Leistung sofort, wer Chef im Ring ist. Sehr beweglich auf den Beinen und mit sehr guten Seitbewegungen boxte sie ihre Gegnerin klar aus.

Diese musste sich in der ersten und dritten Runde das Einmaleins des Ringrichters anhören und wurde wegen sportlicher Überlegenheit von Zoe aus dem Kampf genommen.

Das Fazit der Trainer Karsten Becker, Christian Friedrich und Klaus Schulze fiel auch positiv aus und alle Sportler sollten ihre im harten Training erlangten Kenntnisse weiter ausbauen können.

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