Zerbst l Im ersten Duell des Tages hatte es Marcus Gerdau gleich mit dem Tagesbesten Dietmar Brosi zu tun. Gerdau spielte solide, unterlag Brosi dennoch mit 1:3 Satzpunkten (SP) und 633:652 Kegeln.

Parallel hatte der beste Zerbster Matthias Weber, der gleich mit einer 170er Bahn loslegte, gegen Manfred Hanikel (598) keine Probleme und besiegte ihn nach 3:1 SP. Weber spielte vier starke Bahnen (170, 153, 152, 172), kam auf sehr gute 647 Kegel und glich zum 1:1 nach MP aus.

In der Mitte spielte Robert Heydrich (621) gut, doch Christopher Kratz (630) erzielte in den ersten zwei Sätzen jeweils einen Kegel mehr, so dass er mit 2:0 führte. Nach dem Gleichstand auf Bahn drei (beide 155) war die Partie zu Gunsten des Kipfenbergers entschieden. Heydrich unterlag am Ende mit 0;5:3;5 SP.

„Gegen St. Pölten müssen wir uns spielerisch als auch körperlich steigern und eine Schippe drauf legen.“

Sportwart Andreas Förster.

Uros Stoklas (603) hatte es mit dem erst 14-jährigen Nico Guggenmos (594) zu tun, der sein Bundesliga-Debüt sehr gut meisterte. Stoklas tat sich ungewohnt schwer und haderte mit den glatten Kugeln. Youngster Guggenmos spielte beherzt auf und erhielt viel Beifall für sein gutes Spiel, auch wenn er sich am Ende dem Zerbster Routinier mit 1:3 SP geschlagen geben musste.

Die Partie blieb unerwartet spannend, denn es stand ausgeglichen 2:2 nach MP und die Zerbster führten nur mit 30 Kegeln. Doch im Schlussdurchgang spielten Thomas Schneider (578) und Boris Benedik (632) ihr Pensum herunter. Beide besiegten ihre Gegner Mario Strauß (524) und Patrick Scholler (551) mit 4:0 SP und sorgten am Ende mit 6:2 MP und einem Plus von 165 Kegeln für den klaren Sieg.

Dennoch bleibt, vor allem in Hinblick auf das am Wochenende anstehende Champions League-Rückspiel in St. Pölten, noch viel Potenzial nach oben. „Gegen St. Pölten müssen wir uns spielerisch als auch körperlich steigern und eine Schippe drauf legen“, sagte Sportwart Andreas Förster, dem die „Einstellung und die Körperspannung“ seiner Jungs teilweise nicht gefallen hatte. „Wenn wir mit dieser Einstellung in St. Pölten spielen, haben wir ein Problem“, warnte er.