Magdeburg/Möhlau l Zum Auftakt nur nicht verlieren. Dies hatten sich auch die Landesklasse-Mannschaften aus Nedlitz und Zerbst auf die Fahnen geschrieben, doch für beide ging der Auftakt ziemlich in die Hose.

Während der SC Vorfläming Nedlitz beim Post SV Magdeburg 0:3 unterlegen war, kassierte der TSV Rot-Weiß Zerbst bei Glück Auf Möhlau gar sechs Gegentreffer, konnte aber wenigstens drei eigene Tore erzielen.

Post SV Magdeburg – SC Vorfläming Nedlitz 0:3 (0:1)

Der SC enttäuschte auf ganzer Linie. „Wir haben alle Tugenden vermissen lassen und wir waren dem Gegner in vielen Belangen unterlegen“, war auch Trainer Diek Bizuga sehr enttäuscht. Er gab auch klar zu, dass der Post SV „verdient gewonnen hat“.

Bis zur 45. Minute hatte der SC „Glück und einen überragenden Marcus Hoffmann“ (Bizuga), dass er noch nicht höher zurück lag. Dann klingelte es doch im SC-Gehäuse, als Justin Firchow „Hoffi“ überwinden konnte und Post führte „zu diesem Zeitpunkt völlig verdient“ (Bizuga) 1:0.

In Hälfte zwei war der SC etwas besser und kam auch durch Christian Schmidt zum 1:1-Ausgleich, aber der Treffer zählte wegen Abseits nicht, was laut Dirk Bizuga „eine krasse Fehltentscheidung war“.

Dieser Streitpunkt bildete dann die Ausgangslage für Schiedsrichter Schlesier aus Karow, der wegen jeder Äußerung den Nedlitzern gelbe Karten verteilte.

Nächster Aufreger war das 2:0 von Bastian Schäfer (81.). Hierbei wurde Hoffmann klar beim Zupacken umgehauen, aber der Pfiff blieb aus. Der gelb-verwarnte Schmidt schüttelte über diese Aktion den Kopf und sah sofort Gelb-Rot (81.). Acht gelbe und eine gelb-rote Karte wurden an die Nedlitzer verteilt. Das 3:0 dann in der Nachspielzeit. Erneut war Schäfer der Vollstrecker.

„Der Schiedsrichter hatte völlig seine Linie verloren“, so Bizuga. Er räumte aber ein, dass sein Team nicht deshalb verloren hatte“.

Statistik

Nedlitz: Hoffmann – Tinaglia, Barnetz (33. Haberland), Ritze, Juskowiak (72. P. Schmidt), Böning (89. Leps), Hahn, Ch Schmidt, Trinh, Müller, Kilz (66. Rasche);

Schiedsrichter: Jan Schlesier - SV Karow;

Zuschauer: 90.

SV Glück Auf Möhlau – TSV Rot-Weiß Zerbst 6:3 (3:2)

Trotz 2:0-Führung und drei Auswärtstoren konnten die Rot-Weißen in Möhlau keinen Blumentopf gewinnen.

Mit einem Traumstart gings los. Maik Fambach erzielte die frühe Führung in der zweiten Minute. Das 2:0 von Pascal Lude nach elf Minuten. „Wir waren trotzdem nicht richtig im Spiel. Es fühlte sich an wie Lampenfieber“, war Trainer Florian Sens etwas ratlos.

Die Möhlauer drehten dann innerhalb von zehn Minuten das Spiel und führten 3:2 (26.).

In der zweiten Halbzeit stellte Oskar Burmeister per Doppelschlag sogar auf 5:2. Thomas Möhring konnte nochmal verkürzen, doch wiederum Bur-meister, dieses Mal Paul, versenkte einen Foulelfmeter zum 6:3-Endstand.

„Das Defensiv-Verhalten der gesamten Mannschaft war nicht gut“, sagte Florian Sens. „Jeder war zu sehr mit sich beschäftigt und wir haben unsere guten Möglichkeiten nicht genutzt.“

Am kommenden Wochenende wollen nun beide Mannschaften einen Erfolg einfachen, um den schiefgegangenen guten Auftakt wieder richtig zu rücken. Im Kreispokal-Halbfinale kann es aber nur einen Sieger geben. Spannung ist vorprogrammiert. Das Spiel beginnt um 14 Uhr im Jahnstadion.

Statistik

Zerbst: Werner – Alarich (81. Wiese), Fambach, Fischer, S. Sens, Specht, Lude, Kosel (34. D. Syring), Max Schröter, P. Möbius, Möhring (80. Marc Schröter);

Schiedsrichter: Witter, Thomas - Victoria Wittenberg;

Zuschauer: 66.