Nedlitz l In der Begegnung mit dem Landesliga-Absteiger Askania II, der sich mit einigen Oberliga-erfahrenen Spielern verstärkt hatte, zeigten die Nedlitzer sehr gute Spielzüge. „Wir hätten mit zwei oder gar drei Toren in Führung gehen müssen. Wir haben unser Spiel gut von hinten heraus aufgebaut, so wie wir es zuvor besprochen hatten. Nur im Abschluss haperte es noch“, war Trainer Dirk Bizuga zufrieden.

Taktisch Neues probiert

Die Trainer hatten „taktisch etwas Neues“ ausprobiert. So agierte Routinier Mario Hosenthien zentral in der Abwehr mit den beiden Außenverteidigern Florian Barnetz und Kevin Tinaglia und hatte vor sich mit Christian Schmidt, Nikolai Kuklin und Hannes Mielchen „drei starke Spieler“. So konnten die Nedlitzer mit einer guten Spieleröffnung Akzente nach vorn setzen.

Aber auch die Gäste spielten „sehr gut“. „Sie haben den Ball gut laufen lassen und kontrolliert gespielt“, so Bizuga, der aber anfügte, dass sein Team „von der Wertigkeit der herausgespielten Möglichkeiten besser war“.

So vergaben Marcel Kilz, Nikolai Kuklin und auch Maximilian Schulze knapp bzw. der Gästekeeper parierte zweimal stark. Eine Ecke von Kevin Nitschke zischte an Freund und Feind vorbei, aber ein TV-Verteidiger klärte im letzten Moment per Kopf.

Auch die Askanier erarbeiteten sich gute Möglichkeiten. Meist blieben sie zu harmlos oder Marcus Hoffmann konnte klären.

In der zweiten Halbzeit wechselten die Nedlitzer gleich fünf neue Spieler ein. „Wir wollten allen, die im Trainingslager dabei waren, ihre Einsatzzeit geben“, erklärte der Coach, der so auch den „kleinen Bruch im Spiel“ erklärte. „Vom Spielaufbau war dann kaum noch etwas zu sehen.“ Dennoch hatte der SC weitere zwei, drei Tormöglichkeiten, die jedoch „nicht einhundertprozentig“ waren.

Eine konnte dann aber Kilz in der 51. Minute zur 1:0-Führung nutzen. Ein Pass aus dem Mittelfeld von Hannes Mielchen kam genau in die Schnittstelle und „Killi“ lupfte den Ball über den herauslaufenden Keeper ins Gehäuse.

Harte Trainingseinheiten

In der Folge war es dann auf Nedlitzer Seite eine Kraftfrage, „sicher bedingt durch die harten Trainingseinheiten am Freitag und am Samstagfrüh“, berichtete Bizuga.

Die Askanier waren nun besser und erzielten auch in der 86. Minute durch Dominic Maurice Wünsch den 1:1-Ausgleich, wobei das Tor „klar abseits war“. „Der junge Schiedsrichter hob erst die Fahne, nahm sie dann aber wieder runter“, musste der 46-Jährige etwas schmunzeln. „Im Punktspiel hätte mich das geärgert, aber am Ende war das Remis auch verdient.“ Denn „insgesamt sah es in der ersten Halbzeit schon gut aus und wenn wir das über 90 Minuten bringen können, sind wir auf dem richtigen Weg“.

Jetzt haben die Nedlitzer noch zwei Wochen Zeit. Dann erwartet sie mit drei Heimspielen gegen Gommern, Samswegen und Besiegdas Magdeburg gleich ein „Hammerprogramm“.

Dazu werden sie weiterhin intensiv arbeiten. „Wir müssen optimistisch sein. Es hapert noch etwas, aber in der Defensive haben wir uns gegenüber dem Kleinpaschleben-Spiel schon sicherer gestanden“, bilanzierte der Trainer.

Am kommenden Samstag um 15 Uhr steht dann beim FC Victoria Wittenberg (Landesklasse 5) der letzte Test an. Leider fehlen dort erneut ein paar Spieler, so dass die Trainer wieder rotieren müssen.