Garitz l Durch Verletzungen, Krankheit, Spielsperre und anderweitige Verpflichtungen fehlten insgesamt sieben Spieler. Hinzu kam noch die Verletzung von Nils Pfitzner bereits in der neunten Minute. Den Spielern, die auf dem Platz standen und dem Trainergespann für die Einstimmung auf das Spiel gilt ein Sonderlob.

Wie die Mannschaft den Ausfall wegsteckte, Kampfeswillen und Einsatzbereitschaft zeigte, widerspiegelte die Moral der gesamten Truppe, wo alle fürein- ander einstehen. So ging die SVG in dieses Spiel und erzielte nicht nur einen Achtungserfolg mit dem leistungsgerechten 1:1, sondern haderte wieder einmal mit den liegengelassenen Möglichkeiten.

Das Spiel begann sehr temporeich, ohne dass dabei wesentliche Vorteile auf Seiten einer Mannschaft zu erkennen waren. Die Spieler begegneten sich auf Augenhöhe, wobei der Gast von der körperlichen Seite mehrere Vorteile mitbrachte. Spielerisch gab es keinen Unterschied. Die leichten Schnelligkeitsvorteile lagen beim Gastgeber, der diese im Angriff zu wenig zu nutzen wusste. Wenn Hannes Mangold, Eric Metzker, Bastian Specht und Tim Herrmann nach vorn Fahrt aufnahmen, hatte die FSG-Abwehr Probleme.

Schade nur, dass sich Pfitzner bei einer Abwehraktion das rechte Knie verdrehte und nicht mehr weiterspielen konnte. Diese Situation brachte einen vorübergehenden Bruch in das eigene Spielgeschehen. In diese Phase hinein fiel dann auch der Führungstreffer durch den 47-jährigen Abwehrspieler der FSG zum 1:0 (14.).

Es war zudem ein kurioser Treffer. In den hereingespielten Eckball stieg der von der Körpergröße alle überragenden Spieler zum Kopfball hoch, drehte sich dabei weg und vom Hinterkopf sprang der Ball als Bogenlampe in das rechte obere Toreck, unhaltbar für Robert Heilig, der ebenfalls eine starke Partie lieferte.

Diesen Treffer steckte die SVG relativ gut weg. Trainer Mario Fricke, der für den verletzten Pfitzner kam, setzte mit seinen Nebenleuten Herrmann und Marvin Albrecht im Mittelfeld die Akzente. Leider vergaben sie wieder einige gute Einschussmöglichkeiten, weil sie den Abschluss spielerisch lösen wollten, wo ein schneller Abschluss sicher erfolgreicher gewesen wäre.

In der zweiten Hälfte ergaben sich bei der SVG konditionelle Vorteile. Die Gäste standen nun sehr tief und versuchten mit Konterangriffen für Gefahr zu sorgen. Immer wieder kam die Heimelf über die schnellen Außen Metzker und Mangold zu guten Angriffen. Doch meist blieb sie in der vielbeinigen Gästeabwehr hängen oder vergab aussichtsreich.

Ausgleich

In der 74. Minute dann endlich der längst fällige Ausgleichstreffer. Mangold fasste sich am rechten Strafraumeck ein Herz und zog kurzentschlossen ab. Vom Rücken eines Abwehrspielers prallte der Ball an den rechten Innenpfosten und von da dann ins linke untere Eck. Ein sehenswertes Billardtor, das sich der Torschütze redlich verdient hatte, denn der Jüngste zählte zu den Besten einer geschlossenen Mannschaftsleistung.

In der 88. Minute hatte er noch den Siegtreffer auf dem Fuß. Nur knapp verfehlte der Ball sein Ziel. Zuvor hatten Fricke, Metzker, Herrmann und Specht ihre guten Möglichkeiten. Leider wollte der Ball immer nicht ins Ziel.

Dennoch war es ein leistungsgerechtes Unentschieden mit einer lobenswerten Einstellung. Das Spiel hatte mit D. Ehelebe einen hervorragenden Spielleiter, anders als zuvor im Spiel in Coswig.

SV Fortschritt Garitz: Heilig – Schayka, Aderholz, Segbehrs, Schumann, Pfitzner (9. Fricke – 88. Els), Albrecht, Mangold, Herrmann, Metzker, Specht; SR: Ehelebe, David (ASG Vorwärts); ZS: 30.