Nedlitz l „Das Ergebnis war nicht zu meiner Zufriedenheit“, sagte der neue Trainer des SC, Dirk Bizuga, der einschätzte, dass es „sehr schwer war, gegen so eine junge Mannschaft zu bestehen“ und zugab, dass Börde „von der ersten Minute an die spielerisch bessere Klinge schlug“.

Anfangs hatten die Gäste einige Schwierigkeiten mit der Größe des Nedlitzer Rasenplatzes. Doch nach zehn Minuten hatten sie sich auch damit gut vertraut gemacht. „Vor allem David Nordt sorgte von hinten heraus für eine sehr gute Spiel- eröffnung, was uns in Bedrängnis brachte“, so Bizuga. Vorerst versuchten es die Gäste mit Dis- tanzschüssen, die noch nichts Zählbares einbrachten.

In der Folge kamen die Nedlitzer, die ohne Christian Schmidt und Mario Hosenthien auskommen mussten, besser ins Spiel. „Vor allem über die rechte Seite über Eduard Hahn lief es gut, aber die Genauigkeit und das Timing waren nicht so wie gewünscht“, bemängelte der Loburger, der anfügte, dass die Flanken von Hahn „in der Mitte auch keinen Abnehmer fanden“.

In der 19. Minute dann die 1:0-Führung für Börde. Im 16er klärten die Nedlitzer nicht richtig und es kam zum Foulspiel. Schiedsrichter Maximilian Perser (Letzlingen) zeigte sofort auf den Punkt. Nordt netzte souverän ein.

Gäste führen zur Pause

„Die Köpfe gingen bei uns nicht nach unten. Die Körpersprache war da und Marcel Kilz und Hannes Mielchen hatten gute Möglichkeiten zum Ausgleich, aber die Abschlüsse waren zu ungenau“, berichtete der Coach. So ging es mit der knappen Gästeführung in die Halbzeitpause.

Nach Wiederbeginn wurde Andres Miguel Villarroel Uriona gut in Szene gesetzt und vollendete überlegt zur 2:0-Führung (49.). „Das war auch nicht der Knackpunkt“, so Bizuga. „Es war aber zu merken, wie schwer es wird. Denn die Gäste standen nun tiefer. Wir hatten mehr Räume und konnten kämpferisch und spielerisch überzeugen.“ Kilz war es, der nach schöner Einzelleistung den 1:2-Anschluss herstellte (74.). Es keimte Hoffnung auf und Nedlitz startete mit Powerplay.

Hahn hatte die große Chance zum Ausgleich. Anstatt selbst abzuschließen, legte er den Ball quer auf Kilz, der zu Fall kam. Schiri Perser ließ weiterspielen. Nach erneutem Pass auf Kilz wurde die Aktion wegen angeblichem Abseits abgepfiffen. „Es waren zwei Situationen, wo der Schiedsrichter nachteilig für uns agiert hatte“, kommentierte der 45-jährige Coach.

Kopfballchancen für Nedlitz

Nedlitz machte weiter und hatte nach zwei Kopfball-Duellen durch Mielchen nochmals zwei gute Chancen, doch die Bälle gingen über das MSV-Tor.

In Minute 84 waren alle aufgerückt und so konnte erneut Villarroel Uriona, der von der Mittellinie in Szene gesetzt wurde, zum 3:1 abschließen. Das war die Entscheidung.

Kurz danach sah ein Bördespieler noch die rote Karte, nachdem er Kevin Tinaglia angespuckt hatte.

„Wir haben dann in Überzahl alles versucht und uns nie aufgegeben, doch es blieb beim 3:1 für die Gäste“, so Neucoach Bizuga, der meinte, dass sein Team „aufgrund der guten zweiten Halbzeit einen Punkt verdient gehabt hätte“. „Kämpferisch war es noch nicht so, wie ich es mir vorgestellt hätte. Auch im spielerischen Bereich geht noch mehr. Wir haben ein Sturmproblem und wir haben zwei Tore durch zu hohes Aufrücken selbst mit verursacht. Daran müssen wir arbeiten“, sagte der Trainer abschließend.

SC Nedlitz: Hoffmann – Alarich (80. Puls), Mielchen, Juskowiak, Fambach, Sanftenberg, Friedrich (83. Albrecht), Hahn, Tinaglia, Kilz, Nitschke.

SR: Maximilian Presser (Letzlingen); ZS: 35.